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Moskau und München - David de Gea wird zum Sinnbild des spanischen WM-Fiaskos. Der Torhüter erlebt nicht nur gegen Russland einen gebrauchten Tag - und wird scharf kritisiert.

Der spanische Nationaltorhüter David de Gea gerät nach dem sensationellen WM-Aus des Titelanwärters im Achtelfinale gegen Gastgeber Russland (4:5 n.E.) zur Zielscheibe der spanischen Presse.

"Er war nicht der einzige Verantwortliche für das Aus. Aber seine WM-Leistung war ein absolutes Desaster", schrieb die katalanische Zeitung Sport. Der Schlussmann von Manchester United sei in Moskau nur "ein Zuschauer" gewesen, meinte Mundo Deportivo

De Gea erlebte ein Turnier zum Vergessen. Er kassierte sechs Gegentore. Viel schlimmer aber noch: Er zeigte nur eine Parade - weniger als jeder andere Torhüter mit mindestens drei Einsätzen bei einer WM seit 1966.

Im ersten Spiel gegen Portugal bezwang Cristiano Ronaldo de Gea gleich dreimal, bei einem Tor leistete sich der 27-Jährige seinen ersten Patzer. Während er im zweiten Spiel gegen den Iran eine Weiße Weste bewahrte, musste er gegen Marokko erneut zweimal hinter sich greifen.

Gegen Russland konnte er weder den Elfmeter von Artem Dzyuba in der regulären Spielzeit halten noch einen der vier im Elfmeterschießen - obwohl er die eine oder andere Ecke richtig erahnt hatte.

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