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Saransk - Yussuf Poulsen von RB Leipzig wird zum Matchwinner für Dänemark. Die aufopferungsvoll kämpfenden Peruaner vergeben mehrere Großchancen wie einen Elfer.

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Erst einen Elfmeter verschuldet, dann den Siegtreffer erzielt: Yussuf Poulsen von RB Leipzig, der in der Nationalmannschaft "Yurary" auf dem Rücken trägt, hat Dänemark einen gelungenen Start in dessen fünfte WM-Endrunde beschert.

Durch das Tor von Poulsen zum 1:0 (0:0) gegen WM-Rückkehrer Peru in der 59. Minute und zahlreiche Glanztaten seines Torhüters Kasper Schmeichel hat der Europameister von 1992 bereits ein großen Schritt Richtung Achtelfinale getan (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

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"Es war ein emotionales Spiel, vor allem für mich", sagte Poulsen: "Zuerst war ich der böse Bube, dann der Held. Aber da war auch viel Glück dabei."

Peru vergibt Elfer kläglich

Kurz vor der Pause meldete Video-Assistent Felix Zwayer aus dem 513 Kilometer vom Spielort Saransk entfernten Moskau dem Kollegen Bakary Gassama (Gambia): Stopp, das war ein Foul von Poulsen an Christian Cueva.

Cueva, in Peru wegen seines angeblich so magischen Ballgefühls "Aladin" genannt, lief vor 40.502 in der Mordwinien-Arena selbst an, jagte den Ball aber wie ein Kicker beim Football weit über den Querbalken (45.+1).

Der Elfmeter war die größte der zahlreichen Chancen, mit denen Peru verschwenderisch umging - oder die von Schmeichel mit teils großartigen Reaktionen vereitelt wurden. Der Sohn von Peter Schmeichel, 1992 mit Dänemark Europameister durch den Finalsieg gegen Deutschland (2:0), rettete unter anderem kurz vor Schluss gegen Farfan (84.), der in der Startelf überraschend den Vorzug vor Mannschaftskapitän Paolo Guerrero erhalten hatten.

Farfan bedient

"Er war fantastisch", sagte Age Hareide über Schmeichel.

Bei Farfan war die Gemütslage eine andere. "Es war hart. Wir hoffen, dass es im Laufe des Turniers besser wird. Wir hatten nicht das Glück, die Chancen zu verwerten", sagte der ehemalige Schalker Jefferson Farfan, der in der stürmischen Schlussphase selbst den Ausgleich auf dem Fuß hatte.

Im mutmaßlichen Dreikampf um Platz zwei in der Gruppe C hinter Frankreich hat Dänemark zunächst die Nase vorne - auch, weil der Turnierfavorit zuvor Australien mit 2:1 (1:1) besiegt hatte. Die Socceroos sind am Donnerstag nächster Gegner von Danish Dynamite. Peru, das erstmals seit 36 Jahren wieder zu einer WM fahren durfte, muss sich darauf einstellen, dass seine Reise nach dem Spiel gegen Frankreich früh zu Ende geht (Die Tabelle in Gruppe C).

Guerrero nur auf der Bank

Angetrieben von seinen rund 25.000 Anhängern, die irgendwie den Weg ins 11.000 Kilometer entfernte Saransk gefunden hatten, war Peru bemüht, umgehend einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das führte bei aller Leidenschaft zu einer gewissen Hektik.

Dänemark wartete zunächst gelassen ab, räumte hinten humorlos alles weg, anscheinend gewillt, die Inkas sich austoben zu lassen. Es dauerte eine Viertelstunde, dann war auch Dänemark im Spiel.

Von Christian Eriksen, dem dänischen Star von Tottenham Hotspur, war zunächst wenig zu sehen - erst mal gar nichts von Perus Paolo Guerrero. Der Mannschaftskapitän, nach einer Dopingsperre rechtzeitig vor der WM vom Internationalen Sportgerichtshof CAS "begnadigt", saß bei Spielbeginn auf der Bank.

Für ihn spielte Farfan, er traf den früheren Stuttgarter William Kvist so unglücklich in die Rippen, dass dieser ausgewechselt wurde.

Schmeichel rettet Dänemark

Der ehemalige Münchner und Hamburger Guerrero kam schließlich in der 64. Minute - und führte sich gleich gut ein: Sein Kopfball aus kurzer Distanz landete aber direkt in den Armen von Schmeichel, dessen Vater Peter 1992 im Endspiel gegen Deutschland Europameister geworden war. Der Torhüter hatte vor allem nach dem Führungstreffer gut zu tun: Peru war überlegen, rannte an, hatte Chancen (Der WM-Spielplan).

Dänemark kam nur zu wenigen entlastenden Kontern, blieb aber gegen hitzige Peruaner eiskalt. Glück, Schmeichel mit Großtaten wie in der 84. Minute gegen Farfan und Poulsens Treffer reichten in einem am Ende offenenen Schlagabtausch zum knappen Sieg.

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