Bei der Fußball-WM in Russland scheitern die Isländer unglücklich. Trainer Heimir Hallgrimsson lässt seine Zukunft offen, die Spieler hoffen auf einen Verbleib.

Islands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson hat seine Zukunft nach dem Ausscheiden bei der Fußball-WM in Russland offengelassen. "Ich nehme mir eine Woche oder zwei Zeit und denke darüber nach. Ich spreche mit dem Verband, spreche mit meiner Familie und dann treffen wir eine Entscheidung", sagte der 51-Jährige nach dem unglücklichen 1:2 (0:0) gegen Kroatien in Rostow am Don.

Mit einem Punkt aus drei Spielen belegten die Wikinger zwar nur Rang vier in Gruppe D, verkauften sich aber dennoch teuer. "Es war eine der besten Leistungen der letzten Jahre. Das ganze Land ist stolz auf uns", sagte der Augsburger Alfred Finnbogason über das Spiel gegen die Kroaten, das Island vor allem wegen einer schlechten Chancenauswertung verlor.

Spieler hoffen auf Verbleib

Seinen Coach bezeichnete Finnbogason als "großen Teil dieses Erfolgs." Er verstehe, fügte der Torjäger an, wenn Hallgrimsson "etwas Größeres probieren würde, weil er es verdient hat. Es ist seine Entscheidung, wir würden uns freuen, wenn er da bleibt." Hallgrimsson hatte Island bei der EM 2016 noch gemeinsam mit dem Schweden Lars Lagerbäck ins Viertelfinale geführt und danach alleinverantwortlich übernommen.

Auch England-Legionär Gylfi Sigurdsson, der gegen Kroatien per Handelfmeter (76.) den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, lobte Hallgrimsson. "Wir alle wollen, dass er bleibt, Er hat fantastische Arbeit geleistet", sagte Sigurdsson, fügte aber an: "Das ist eine besondere Mannschaft, wenn er sich entscheidet zu gehen, sollte die Atmosphäre so bestehen bleiben."