Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann äußert sich zum WM-Debakel der Nationalmannschaft. Das Aus machte er auch an der falschen Einstellung fest.

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat "Selbstzufriedenheit" als Grund für das Vorrunden-Debakel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Russland ausgemacht.

"Der Hunger war nicht da, die Entschlossenheit nicht dieselbe", sagte der 53-Jährige bei BBC One, deshalb sei das Ausscheiden der Mannschaft "verdient gewesen", meinte der Weltmeister von 1990.

Laut Klinsmann sei es immer schwierig, einen WM-Triumph vier Jahre später zu wiederholen: "Das hat sich in allen drei Gruppenspielen und in der Vorbereitung bemerkbar gemacht. Die Enttäuschung ist riesig."

Beim Sommermärchen 2006 war Klinsmann verantwortlicher Bundestrainer, der heutige Chefcoach Joachim Löw sein Assistent.

"Die Mannschaft und der Trainer sind kritisiert worden, es gibt viele Diskussionen darüber, was getan werden muss", sagte Klinsmann. Schließlich habe das DFB-Team vor Jahresfrist den Confed Cup in Russland gewonnen, "deshalb ist jeder enttäuscht".