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Peru könnte wegen Einmischung der Politik in den Fußballverband von der WM 2018 in Russland ausgeschlossen werden. Bei SPORT1 bezieht die FIFA Stellung zu dem Fall.

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Eine politische Debatte könnte Peru tatsächlich noch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland kosten, das berichteten zuerst einheimische Medien.

Dass der Weltverband die Situation in dem südamerikanische Staat durchaus ernst nimmt, bestätigte ein FIFA-Sprecher nun gegenüber SPORT1. Zudem reagierte nun auch der Verband.

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FIFA informiert Peru über mögliche Sperre

Man habe dem peruanischen Fußballverband am Donnerstag einen Brief zukommen lassen und darin die sich anbahnende politische Einflussnahme angemahnt.

"Die FIFA hat in diesem Brief den peruanischen Fußballverband darüber informiert, dass der aktuelle Entwurf des peruanischen Sportrechts bestimmte Punkte beinhaltet, die den FIFA-Statuten zuwiderhandeln, falls sie umgesetzt würden", so der FIFA-Sprecher.

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Dieser Entwurf war dem betreffenden Komitee des peruanischen Parlaments am 2. Oktober 2017 vorgelegt worden. Und: Man "werde die Situation in Peru weiter beobachten".

Peru droht gleiches Schicksal wie Mali

Die peruanische Politikerin Paloma Noceda, Vorsitzende des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, plant nach den erfolgreichen WM-Playoffs gegen Neuseeland (0:0, 2:0)die Einreichung eines Gesetzesentwurfs - mit weitreichenden Folgen. 

Nach Nocedas Vorstellungen soll der peruanische Fußballverband künftig unter staatlicher Kontrolle stehen. Das verbietet allerdings die FIFA.

Nach Medienberichten vom Donnerstag zogen Parlamentarier in Lima nun den umstrittenen Entwurf zurück und ersetzten ihn durch eine entschärfte Fassung. Darin wird die Eigenständigkeit des FPF ausdrücklich unterstrichen, inwieweit die FIFA sich mit dem neuen Entwurf zufrieden gibt, bleibt allerdings abzuwarten.

Erst im März wurde Mali wegen Eingriffen des Sportministers suspendiert. Während der im Mai aufgehobenen Sperre durften weder Nationalteam noch Vereinsmannschaften an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Sollte das Gesetz in Peru tatsächlich verabschiedet werden, droht dem Team von Nationaltrainer Ricardo Gareca nun möglicherweise ein ähnliches Szenario.