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Nach dem Aus der USA in der WM-Quali holt Jermaine Jones zum Rundumschlag aus. Der ehemalige Nationalspieler sieht ein Mentalitätsproblem bei US-Talenten.

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Der ehemalige US-Nationalspieler Jermaine Jones hat nach dem Aus der USA in der WM-Qualifikation harte Kritik geübt. In einem wahren Rundumschlag teilte der seit März 2017 nicht mehr für die US-Nationalmannschaft berücksichtigte frühere Bundesligaprofi gegen Verband und Spieler aus.

Seinem Ärger machte Jones in einem Video Luft und postetet dieses auf Instagram.

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"Jungen Spielern fehlt der Erfolgshunger"

Der gebürtige Frankfurter vermisst bei der jungen Spielergeneration den absoluten Erfolgshunger. In den USA hätten es der Nachwuchs zu leicht und würde sich auf lukrativen Verträgen ausruhen. "Die junge Generation muss hungrig sein, Champions League spielen wollen, in Italien, Deutschland, England." Der tägliche Konkurrenzkampf bringe einen weiter.

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Statt wie beim zurückgetretenen Bruce Arena nur in der Major League Soccer nach einem geeigneten Nationaltrainer zu suchen, müsse man den Blick auch über den großen Teich schweifen lassen. Jones bevorzugt jemanden "mit einem Namen und starker Persönlichkeit".

Der künftige US-Coach müsse die Talente auf ihrem Weg bestärken. Der Trainer solle den jungen Spielern sagen: Schau, ich sehe Dich hier in der MLS spielen, aber ich würde Dich gerne mit 20 Jahren in Europa sehen, wie Du dort das letzte aus Dir rausholst."

Pulisic kann USA nicht alleine retten

Auch zu BVB-Star Christian Pulisic hat Jones eine klare Meinung: "Jeder sagt, er ist der Mann, er muss uns zur WM bringen. Aber warum nur er? Er ist erst 19." Pulisic sei den harten Weg nach Europa gegangen und habe es geschafft. Aber das müsse Vorbildcharakter für andere US-Talente haben.

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Nur in Europa würde ein Spieler sich wirklich weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang nannte Jones auch die Bundesliga-Profis Weston McKennie von Schalke 04 und Bremens Josh Sargent. 

Anekdote: Jones rät Spieler zum Wechsel nach Bremen

Mit einer kleinen Anekdote aus der Klinsmann-Ära untermauert Jones seine Argumentation. Als Jürgen Klinsmann noch US-Nationaltrainer war, bat er Jermaine Jones, ein Gespräch mit dem talentierten Nationalspieler Jordan Morris zu führen. Dieser stand vor der Entscheidung, zu Werder Bremen zu gehen oder in den USA bei den Seattle Sounders zu bleiben.

Während Jones seinem Mannschaftskollegen Morris die Bundesliga empfahl, sagte dieser: "Ich möchte zu Hause bleiben, mein Vater arbeitet als Arzt in Seattle, meine Mutter ist da, und sie haben mir und meiner Freundin einen Hund gekauft." Für Jones bleibt es völlig unverständlich, warum der US-Boy den einfachen Weg wählte, obwohl er eine solch große Chance bekam.