Joker Karim Bellarabi steuerte zwei Tore zum Leverkusener Sieg bei
Joker Karim Bellarabi steuerte zwei Tore zum Leverkusener Sieg bei © Imago
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Bayer Leverkusen startet mit Sieg in die Europa-League-Saison. Das Team von Trainer Peter Bosz lässt dem viermaligen französischen Meister keine Chance.

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Bayer Leverkusen ist mit einem Schützenfest in die neue Europa-League-Saison gestartet. 

Der Bundesligist gewann sein Heimspiel gegen OGC Nizza mit 6:2 (2:1). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Das Team von Trainer Peter Bosz erwischte gegen den Klub aus der französischen Ligue 1 einen Traumstart. Nadiem Amiri brachte Leverkusen, das sich nach den zuletzt mäßigen Vorstellungen in der Bundesliga stark verbessert zeigte, mit der ersten Chance des Spiels in Führung (11.). (Service: Ergebnisse/Spielplan der Europa League)

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Nur fünf Minuten später war es der Argentinier Lucas Alario, der Nizza-Keeper Walter Benítez aus sehr spitzem Winkel überwand. Wie aus dem Nichts kam Nizza in der 32. Spielminute zum Anschlusstor. Amine Gouiri traf mit dem ersten gefährlichen Angriff der Gäste. (Service: Tabellen der Europa League)

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Joker Bellarabi mit Doppelpack

Nach der Pause sicherten Moussa Diaby (61.) nach einem bösen Patzer der Nizza-Abwehr, der kurz zuvor eingewechselte Karim Bellarabi mit einem Doppelpack (74. und 79.) und Youngster Florian Wirtz (87.) den überlegenen Leverkusenern den Sieg. 

Die Rheinländer, gegen die Alexis Claude-Maurice (90.) nur noch Ergebniskosmetik für die Gäste gelang, sind nun 13 Europacup-Spiele in Folge in der heimischen BayArena unbesiegt. Bei aller angebrachten Zufriedenheit war für Bosz jedoch nicht alles Gold, was glänzte. "Wir haben schöne Tore gemacht, aber es war nicht alles so gut, wie viele es sagen. Doch vor allem habe ich viele gute Sachen gesehen und viel Bewegung in der Offensive", sagte der Niederländer.

Bender: "Waren mutiger als zuletzt"

"Wir haben nach ein paar Problemen das Spiel komplett in die Hand bekommen. Die Chancen haben wir uns herausgespielt und erarbeitet, was uns in den vorherigen Spielen noch nicht so gut gelungen war. Wir waren aber auch mutiger als zuletzt", resümierte Leverkusens Kapitän Lars Bender nach dem Torfestival gegen den vermeintlich stärksten Gegner der Werkself in der Gruppe C.

Sport-Geschäftsführer Rudi Völler hatte das Ziel der Rheinländer vor dem Spiel ganz deutlich formuliert. "Der Anspruch ist auf jeden Fall, in die K.o.-Runde einzuziehen. Das ist ganz klar", sagte der 60-Jährige bei Sky.

Vieira mit internationalem Debüt

Bei strömendem Regen und tiefem Rasen taten sich die Platzherren in den Anfangsminuten schwer mit den tiefstehenden Gästen, die ein kompaktes 5-3-2 aufboten. Die Idee von Nizzas Trainer Patrick Vieira, der sein Debüt auf internationaler Bühne als Coach feierte, wurde jedoch schnell durchkreuzt.

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Das Team von der Côte d'Azur, das der frühere Welt- und Europameister 2018 von Borussia Dortmunds heutigem Trainer Lucien Favre übernommen hatte, wurde durch einen schönen Doppelpass von Leon Bailey und Alario ausgehebelt. Nach Baileys Pass in die Tiefe ließ Amiri den früheren Bayern-Profi Dante stehen und schoss eiskalt flach ein. Fünf Minuten später glänzte Alario mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel unter die Latte.  

Bayer wirkte danach wie entfesselt: Gegen Baileys Fernschuss (21.) rettete Nizzas Keeper Benítez glänzend, auch bei Diabys Vollspannschuss (26.) war der Argentinier zur Stelle. 

Dann ließ der Regen nach und Leverkusen auch, vor allem defensiv: Nachwuchstalent Gouiri nutzte die erste Möglichkeit direkt und schlenzte den Ball fein ins lange Eck am machtlosen Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky vorbei. Kurz vor der Pause hatte Bayer zudem noch Glück, dass Hassane Kamara (41.) knapp verzog.

Diaby sorgt für die Vorentscheidung

Nizza hatte sich neues Leben eingehaucht, Kapitän Dante klatschte vor Wiederanpfiff aufmunternd in die Hände und feuerte seine Teamkollegen mit "Allez les blancs" ("Auf geht's, ihr Weißen") an. Es half zunächst. Leverkusen hatte zwar mehr Ballbesitz, Nizza jedoch die Chance: Gegen den überzeugenden Gouiri (54.) war nur Hradecky besser.

In der Folge drückte Bayer, Nizza versuchte zu kontern. Dann eroberte der auffällige Exequiel Palacios am gegnerischen Strafraum durch ein sauberes Tackling den Ball, Diaby vollendete und brach Nizzas Gegenwehr. 

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)