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Salzburg - RB Salzburg verabschiedet sich nach der 0:2-Niederlage gegen Liverpool aus der Champions League. Die furiose Europa-Reise ist aber noch lange nicht zu Ende.

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„Mei, zu dem Spui bist a‘ a moi im Stadion!“. Diese Worte warf ein Salzburg-Fan seinem Nebenmann in der Nordkurve der ausverkauften Red Bull Arena vor der entscheidenden Partie gegen den Liverpool FC (0:2) an den Kopf.

Das wohl bedeutendsten Spiel der europäischen Vereinsgeschichte des FC Red Bull sorgte in Salzburg für viel Zunder – die finale Explosion blieb aber aus.  Die kalte Dusche in Form des Doppelschlags von Naby Keita und Mohamed Salah löschte das Feuer, das die Mannschaft und das Publikum gegen den Liverpool FC entfacht hatten.

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RB Salzburg mit Power in die Europa League

Doch wer glaubt, dass dieses Feuer damit erloschen ist, könnte sich täuschen. Denn wer das Salzburger Team in seiner ersten Champions-League-Gruppenphase mitverfolgte, weiß: dieses Team hat noch jede Menge Pulver zu verschießen, wenn es als Gruppendritter im Februar in der Europa League an den Start geht.

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Die Mannschaft von Jesse Marsch brachte in ihrer ersten Champions-League-Gruppenphase große Namen wie Liverpool (3:4, 0:2) und den SSC Neapel (2:3, 1:1) mehrmals ins Wanken und dominierte teilweise gar Außenseiter wie das belgische Genk (6:2, 1:1) – ein Gegner, der schon eher den möglichen Widersachern in der Europa League entspricht.

Mit seiner variablen und mitreißenden Spielweise kann Salzburg in der Europa League so ganz schnell zum Favoriten avancieren – das Tempo und die Geradlinigkeit der Wirbelwinde Takumi Minamino und Hee-Chan Hwang konnte selbst die prominent besetzte Abwehr der Reds nur mithilfe ihres glänzend aufgelegten Keepers Alisson Becker bändigen.

Offensive Wucht auch ohne Haaland

So war es Red Bull möglich, auch ohne die nächste Gala von Stürmer-Jungstar Erling Braut Haaland hinter die Liverpool-Kette zu kommen und brandgefährlich zu werden. Dieses Tempo, diese Variabilität und Dynamik dürfte ab der Runde der letzten 32 so manchen Gegner ins Straucheln bringen.

Doch dass das erste torlose Champions-League-Spiel des 19-Jährigen Haaland zugleich das Aus in der Königsklasse markierte, ist kein Zufall. Seine sagenhaften acht Tore in den fünf Spielen zuvor brachten die Salzburger überhaupt erst in Schlagdistanz zur K.O.-Phase – und auf den Winter-Einkaufszettel der größten Klubs Europas.

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Raiola präferiert kleine Entwicklungsschritte

Mit Recht darf bezweifelt werden, ob Haaland bei der Mission Europa-League-Triumph 2020 überhaupt noch im Salzburger Kader stehen wird.

Dabei könnte jedoch ein alter Bekannter den Topvereinen noch einen Strich durch die Rechnung machen. Wie The Athletic berichtet, erwägt Starberater Mino Raiola, seinen Schützling nicht direkt bei einem der größten Klubs unterzubringen, sondern ihn mit einem kleineren Schritt weiterzuentwickeln.

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So oder so werden sich Coach Marsch und seine Spieler darauf vorbereiten müssen, in der Europa League auch ohne ihren Goalgetter ein Feuerwerk abzubrennen. Dass Sie dazu in der Lage sind, haben sie gestern gegen den aktuellen Champions-League-Sieger schon unter Beweis gestellt.