Eintracht Frankfurt hat sich trotz einer Niederlage für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert
Eintracht Frankfurt hat sich trotz einer Niederlage für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert © Getty Images
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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt ist in die nächste Runde der Europa League eingezogen. Die Adler verlieren zwar ihr letztes Gruppenspiel, doch stehen dennoch in der K.o.-Runde.

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Kapitän David Abraham stand fragend auf dem Rasen, Danny da Costa rechnete mit dem Schlimmsten.

Die Spieler von Eintracht Frankfurt durchlebten nach dem unnötigen 2:3 (2:1) zum Vorrundenabschluss der Europa League gegen die Portugiesen von Vitoria Guimaraes bange Momente der Ungewissheit. (LIVETICKER zum Nachlesen)

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Den scheinbar sicheren Einzug in die Zwischenrunde hatte der Bundesligist leichtfertig aufs Spiel gesetzt -  und wurde letztlich doch nicht bestraft.

Hütter: "Nicht mit Ruhm bekleckert"

Nach und nach machte die erlösende Botschaft aus Belgien im Frankfurter Stadion die Runde: Weil der FC Arsenal gleichzeitig bei Standard Lüttich einen Zwei-Tore-Rückstand wettmachte und zu einem 2:2 kam, darf der Halbfinalist der vergangenen Saison aus Hessen von weiteren magischen Nächten im Europapokal träumen. Den möglichen Gruppensieg aber schenkte die Eintracht her.

"Seit Juli liegt ein langer Weg hinter uns. Manchmal reichen neun Punkte, die haben wir uns verdient. Unser Ziel war es, weiterzukommen. Das haben wir geschafft. Das Spiel war nicht das Gelbe vom Ei, wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert", gab Trainer Adi Hütter unumwunden zu: "Heute hat die Entlastung gefehlt, sonst hätten wir den Sack vielleicht zumachen können. In der zweiten Halbzeit hat die Verunsicherung überwogen. Nachdem es dennoch gereicht hat, ist uns ein Stein vom Herzen gefallen."

Da Costa: Bei Arsenal bedanken

Die Tatsache, dass Frankfurt mit einem dicken blauen Auge davongekommen war, war den Beteiligten bewusst.

"Der Abend steht unter dem Motto: Glück gehabt. Wir können ein Telefonat nach London führen und 'Danke' sagen", sagte da Costa, dessen Slapstick-Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 (31.) die Platzherren zunächst beflügelt hatte. Gästetorhüter Miguel Silva war ein harmloser Kopfball da Costas durch die Hände gerutscht.

Daichi Kamada (38.) erhöhte kurz darauf und drehte damit das Spiel nach der der frühen Gästeführung durch Rochinha (8.) vorübergehend zu Frankfurts Gunsten. Doch in einer hektischen Schlussphase schockten Al Musrati (85.) und Marcus Edwards (87.) die Gastgeber.

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Bobic verärgert, aber erleichtert

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic ärgerte sich bei DAZN über die unnötige Niederlage. Letztlich überwog nach dem 20. Europapokalspiel im Jahr 2019 aber die Freude. "Wir müssen nicht verlieren, das ist ärgerlich. Aber es war keine einfache Gruppe - und wir sind weiter. Das zählt erstmal", sagte Bobic.

Frankfurt war anfangs bemüht. Nach ersten zögerlichen Minuten jedoch übernahm die Elf von Trainer Adi Hütter die Initiative.

Statt Jubelschreien schallte aber schnell ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen: Auch die Frankfurter Spieler beschwerten sich heftig über die Entstehung des frühen Gegentores, weil Schiedsrichter Gediminas Mazeika (Litauen) ein klares Foul an Rode nicht ahndete und die Portugiesen weiterspielten, obwohl der Deutsche mit Schmerzen am Boden liegen geblieben war. Die Proteste änderten nichts am Rückstand, den Andre Pereira nur zwei Minuten später hätte erhöhen können.

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Frankfurt einfallslos

Die  Gastgeber taten sich nach dem Gegentor schwer und präsentierten sich lange einfallslos. Frankfurt verlagerte das Spiel mit frühem Pressing zwar in die gegnerische Hälfte, wobei Abwehrspieler Martin Hinteregger seine Zweikämpfe mitunter am Strafraum der Portugiesen führte, in Ballbesitz aber gelang dem Bundesligisten aber nicht viel. Zudem war Frankfurt anfällig für Konter.

Erst nach Silvas kapitalem Fehlgriff kam die Eintracht zurück ins Spiel. Die Hausherren kombinierten nun sicher und nutzten die Räume besser. Kamadas Führungstor war folgerichtig, kurz vor der Pause hatte Silva den dritten Treffer auf dem Fuß (45.).

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Nach dem Seitenwechsel war Frankfurt bemüht, mit einem weiteren Tor das Weiterkommen endgültig abzusichern. Allerdings häuften sich die Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Florents Lattentreffer aus 30 Metern (55.) erinnerte die Hausherren zudem an die latente Gefahr des Ausgleichs, der alleine schon das vorzeitige Aus hätte bedeuten können. Am Ende zitterte sich Frankfurt trotz der Niederlage weiter.