Eintracht Frankfurt v FC Vaduz - UEFA Europa League Third Qualifying Round
Jonathan de Guzman (l.) erzielte das einzige Tor für Eintracht Frankfurt © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt gewinnt auch das Rückspiel gegen den FC Vaduz und zieht souverän in die Europa-League-Playoffs ein. Dort wartet ein französisches Team.

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Selten glanzvoll, aber weiter erfolgreich: Auch mit der "zweiten Garde" hat Eintracht Frankfurt den Siegeszug durch Europa fortgesetzt und sich für die Wochen der Wahrheit gewappnet.

Im Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League besiegte der Bundesligist den FC Vaduz mit 1:0 (1:0) - und wartet nun auf die ersten Gradmesser der jungen Saison.

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Erst nach dem Bundesliga-Auftakt am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim sowie den weiteren Punktspielen bei RB Leipzig und gegen Fortuna Düsseldorf wissen die Hessen genauer, wie es um ihr Leistungsvermögen bestellt ist.

Dazwischen dürften zudem die Playoff-Partien gegen den französischen Erstligisten Racing Straßburg (22./29. August) mehr abverlangen als in den Quali-Runden die ungleichen Duelle mit Vaduz und Flora Tallinn.

"Es war heute ein hartes Stück Arbeit, weil Vaduz auch keine Laufkundschaft ist", sagte der nach einer schweren Knieverletzung genesene Mittelfeldspieler Sebastian Rode bei Nitro: "Es galt, eine gute Leistung zu zeigen und zu gewinnen. Auch wenn es nicht ganz so glanzvoll war, darauf können wir aufbauen."

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De Guzman mit einzigem Tor

Vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Stadtwald, darunter NHL-Star Leon Draisaitl, schoss Jonathan de Guzman (31.) die Frankfurter zum fünften Sieg im fünften Pflichtspiel. Bereits das Hinspiel vor einer Woche in Liechtenstein hatte der Halbfinalist der Vorsaison gewonnen (5:0) und den Grundstein für die Playoffs, die letzte Hürde vor der anvisierten Gruppenphase, gelegt.

"Wir konnten heute mit den Zuschauern nicht ganz mithalten", sagte Trainer Adi Hütter nach der Partie. "Kompliment an Vaduz, wie sie sich in Frankfurt verkauft haben. Es macht Spaß, hier zu spielen. Sie haben uns das Leben schwer gemacht."

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Abwehrspieler Marco Russ, der noch vor der Pause (37.) ausgewechselt werden musste. "Wir gehen von einem Achillessehnenriss aus", sagte Sportdirektor Bruno Hübner bei Nitro.

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Hütter hatte seine Startelf wie angekündigt kräftig umgekrempelt, unter anderem standen Leistungsträger wie David Abraham, Makoto Hasebe oder Ante Rebic gar nicht erst im Kader. Bis auf Torhüter Kevin Trapp oder den nach einer schweren Knieverletzung genesenen Mittelfeldspieler Sebastian Rode dürfte aus der Anfangsformation vom Donnerstag künftig normalerweise niemand für dauerhafte Einsätze von Beginn an infrage kommen.

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Eintracht zu lethargisch

Das liegt auch an dem größtenteils fahrigen Auftritt gegen den Schweizer Zweitligisten, in dem Timothy Chandler (3.) zwar die Gelegenheit zur frühen Führung besaß. Ansonsten allerdings agierten die Hessen vor allem im Spiel nach vorne zu lethargisch, in Zweikämpfen mitunter stümperhaft. Trapp musste seine Mannschaft gegen Pius Dorn (21.) sogar vor dem Rückstand bewahren.

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Nach einem Lattenkracher von Mijat Gacinovic staubte de Guzman, zuvor lediglich mit einigen Fehlpässen aufgefallen, zur Führung ab. Danach wirkten die Gastgeber umgehend etwas befreiter - Almamy Toure wagte sogar einen Fallrückzieher (40.). Mit Wiederanpfiff legte sich die Euphorie aber wieder.

Hütter tat gut daran, seine Stammspieler zu schonen. Bis zur Länderspielpause Mitte September werden die Frankfurter zehn Pflichtspiele absolviert haben, allein in der Hinrunde werden es am Ende 31 sein. Und die wirklich wichtigen Partien stehen ja erst bevor.