Bayer Leverkusen kam beim FK Krasnodar nicht über eine Nullnummer hinaus
Bayer Leverkusen kam beim FK Krasnodar nicht über eine Nullnummer hinaus © Getty Images
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Krasnodar - Bayer Leverkusen kommt im Sechzehntelfinale der Europa League bei FK Krasnodar nicht über eine Nullnummer hinaus. Trainer Peter Bosz hadert.

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Mit dem Ergebnis konnte Bayer 04 Leverkusen gut leben, auf dem nächtlichen Rückflug nach Deutschland bereitete Trainer Peter Bosz vielmehr der Gesundheitszustand seines Abwehrchefs Sven Bender große Sorgen.

Der 29-Jährige hatte sich beim 0:0 im Hinspiel des Sechzehntelfinales in der Europa League bei FK Krasnodar in der 81. Minute bei einem Foul von Artem Golubew verletzt und musste 120 Sekunden später ausgewechselt werden.

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Ob der Defensiv-Stabilisator am Sonntag im Westderby gegen Fortuna Düsseldorf (18 Uhr) und vor allem im Rückspiel gegen den Tabellenzweiten der russischen Premjer Liga wieder zur Verfügung steht, war in der Nacht noch nicht abzusehen. (SERVICE: Der Spielplan der Europa League)

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Am Schwarzen Meer musste Bayer-Trainer Bosz bereits auf seinen Kapitän Lars Bender verzichten - Svens Zwillingsbruder laboriert an einem Muskelfaserriss und steht ebenfalls für das Duell gegen den Aufsteiger auf der Kippe.

Bosz "nicht ganz zufrieden"

Neun Tage nach dem K.o. im DFB-Pokal beim Zweitligisten FC Heidenheim präsentierte sich Leverkusen im ersten Einsatz auf internationalem Parkett unter seinem neuen Trainer Bosz zwar ordentlich, konnte aber an seine jüngsten Offensivfeuerwerke in der Bundesliga nicht anknüpfen. Der vermeintliche Siegtreffer von Lucas Alario (88.) zählte wegen eines Handspiels nicht.

"Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Wir hätten gerne ein Auswärtstor gemacht, die Chancen dafür waren auch da. Aber man muss ehrlich sagen, dass auch Krasnodar gute Tormöglichkeiten hatte", sagte Bosz nach der Partie.

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Bayer gerät zu Beginn unter Druck

Gegen die Krasnadarzi taten sich die Gäste aber weitaus schwerer als gegen die Rheinhessen. Trotz einer rund zweimonatigen Spielpause präsentierte sich der Gastgeber auf den Punkt topfit und setzte Bayer von Beginn an mächtig unter Druck. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Die beste Möglichkeit für die Russen hatte im ersten Durchgang der schwedische Neuzugang Kristoffer Olsson, der bei seinem Europacup-Debüt in der 39. Minute freistehend aus kurzer Distanz scheiterte. Der starke Brasilianer Wanderson, der zuvor selbst schon zwei gute Möglichkeit vergeben hatte, hatte den schwedischen Nationalspieler hervorragend in Szene gesetzt.

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Bayer sorgte vor 34.827 Zuschauern im ausverkauften Krasnodar-Stadion lediglich nach einer halben Stunde durch Leon Bailey einmal für Gefahr vor dem Tor der Hausherren. Die Werkself hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz als Krasnodar und auch ein deutliches Plus an Eckbällen, aber die Russen, die unter anderem in der Saison 2015/16 Borussia Dortmund im kleinen Europacup 1:0 schlagen konnten, hatten die besseren Chancen.

Leverkusen stärker - Krasnodar mit Chancen

Nach der Pause lief es ähnlich. Bayer, das auf seinen verletzten Kapitän Lars Bender verzichten musste, hatte zwei Minuten nach Wiederanpfiff Glück, dass Mauricio Pereyra mit einem guten Weitschuss haarscharf das Ziel verfehlte und auch Victor Claesson (69.) im starken Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky seinen Meister fand.

Bayer war weiter optisch überlegen, konnte aber spielerisch bei seinem sechsten Auftritt in Russland zu keinem Zeitpunkt an die starke Form der vergangenen drei Bundesliga-Auftritte anknüpfen. Daran änderte auch eine weitere Chance von Bailey (56.) nichts. Die Schlussoffensive war nicht Erfolg gekrönt, das Tor von Alario wurde wegen eines Handspiels aberkannt. 

Der Bayer-Tross reiste noch in der Nacht wieder nach Hause, um sich auf den anstehenden Westschlager gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntagabend (18 Uhr) vorzubereiten.