München - Das Duell zwischen RB Leipzig und FC Salzburg in der Europa League zeigt die Abneigung beider Vereine. Rangnick stichelt in Richtung der Österreicher.

von Markus Bosch

Giftpfeile statt Fanfreundschaft: Das Europa-League-Duell zwischen RB Leipzig und dem FC Salzburg (2:3) - beide werden vom Red-Bull-Konzern unterstützt – offenbarte die Abneigung der beiden Teams.

Bereits vor der Partie machten die Salzburger Fans ihrem Unmut über den konzerninternen Rivalen Luft. "Sch… RB Leipzig"- Gesänge tönten aus dem Fanmarsch des österreichischen Meisters.

Während der Partie gab es immer wieder gegenseitige Schmäh-Gesänge aus beiden Fanlagern in Richtung des jeweils anderen.

Leipzig holt Salzburgs beste Spieler

Das Transfergebaren der Leipziger, die regelmäßig Salzburgs beste Spieler verpflichten (unter anderem Naby Keita, Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker) stößt im Fanlager der Österreicher auf breite Ablehnung. Mit Mittelfeld-Stratege Amadou Haidara steht bereits der nächste Spieler im Winter auf dem Sprung zum deutschen Konzernrivalen und die Salzburger müssen erneut einen herben Verlust verkraften.

Doch nicht nur zwischen den Fanlagern herrscht Eiszeit, auch die Verantwortlichen zeigten nach dem Sieg der Salzburger keinen Anzeichen von gegenseitiger Sympathie. 

So stichelte Leipzig-Trainer Ralf Rangnick nach der Partie bei RTL Nitro in Richtung Salzburg: "Sie haben am Wochenende Testgegner auf Wettkampfniveau in der Liga und können sich auf die Europa League fokussieren. Das ist bei uns anders." (Hier geht's zu den Stimmen)

Salzburg international überzeugend

Als Salzburgs Trainer Marco Rose auf Rangnicks Äußerungen angesprochen wurde, verkniff er sich einen Kommentar und zollte stattdessen seinem Team Respekt: "Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, es war ein verdienter Sieg."

Auf internationalem Parkett sind die Österreicher, die in der vergangenen Saison das Halbfinales der Europa League erreichten, ihrem sächsischen Rivalen ohnehin einen Schritt voraus. 

Einen positiven Effekt hat die gegenseitige Abneigung der beiden RB-Klubs aber auch: Die Mauschel-Befürchtungen neutraler Zuschauer haben sich als unbegründet herausgestellt.