München - Europa-League-Auslosung: Eintracht Frankfurt und RB Leipzig bekommen es mit attraktiven Gegnern zu tun. Auf Bayer Leverkusen wartet eine machbare Gruppe.

Brisantes "Werksduell" in der Europa League: In der Gruppenphase treffen Bundesligist RB Leipzig und der kleine Bruder Red Bull Salzburg aufeinander, die vom selben Großsponsor unterstützt werden. "Kein Scherz, nächster Gegner: Die Roten Bullen", twitterte Österreichs Serienchampion Salzburg, nachdem der Zufall bei der Auslosung im Grimaldi Forum in Monaco Pate gestanden hatte.

Leipzig-Trainer Ralf Rangnick versuchte, Verschwörungs-Anhängern aber sofort den Wind aus den Segeln zu nehmen. "Um den Wettbewerb braucht sich keiner Sorgen zu machen. Da wird so viel Brisanz und Feuer drin sein wie in keinem anderen Spiel", sagte Rangnick: "Das ist für uns so etwas wie ein Derby. Jeder will beweisen, dass er der Bessere ist."

Komplettiert wird die Gruppe B durch Rosenborg Trondheim und Celtic Glasgow, was keine einfache Aufgabe für Rangnicks Team bedeutet.

Die Europa-League-Gruppen im Überblick:

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Hammergruppe für Frankfurt

Attraktive und schwere Gegner erwischte auch DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt, während sich Bayer Leverkusen über Glückslose freuen durfte. Die Werkself, die als erster Gruppenkopf vom Argentinier Hernan Crespo gezogen wurde, trifft in der Gruppe A auf den bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad, den FC Zürich und AEK Larnaka aus Zypern. Frankfurt muss sich in der Gruppe H mit Lazio Rom, Olympique Marseille und Apollon Limassol auseinandersetzten.

In der Vorsaison waren die drei deutschen Teilnehmer Hertha BSC, die TSG Hoffenheim und der 1. FC Köln sang- und klanglos ausgeschieden. Lediglich Leipzig war als CL-Absteiger bis zum Viertelfinale vertreten. "Viel attraktiver hätte die Auslosung für uns gar nicht laufen können. Natürlich ist die Partie gegen Salzburg eine besondere - für mich und sicherlich auch den einen oder anderen unserer Spieler", sagte Rangnick, der am Vorabend beim mühsamen 3:2 im Play-off-Rückspiel gegen den ukrainischen Außenseiter Sorja Lugansk bis zur 90. Minute um den Einzug in die Gruppenphase zittern musste.

"Es ist eine schwierige und hochinteressante Gruppe", ergänzte Rangnick. Sein Salzburger Kollege Marco Rose äußerte: "Spannend! Es sind Vereine mit Renommee. Top-Stimmung ist da vorprogrammiert. Ich freue mich!".

Trapp warnt vor Marseille

Frankfurts Rückkehrer Kevin Trapp warnte seine Kollegen vor allem vor Marseille. "Ich weiß, wie schwer es ist, in Marseille zu spielen. Das ist ein toller Gegner, es wird ein interessantes Spiel", sagte der von Paris St. Germain ausgeliehene alte und neue Eintracht-Torwart.

Sportvorstand Fredi Bobic warnte aber auch vor den anderen Gegnern: "Das ist eine anspruchsvolle Gruppe mit großen Hürden. Da werden wir alles reinlegen müssen, um unser Ziel, die Zwischenrunde, zu erreichen. Lazio Rom ist ein Team, das sich in Europa bestens auskennt. Ciro Immobile und Sergej Milinkovic-Savic sind sicher die schillerndsten Namen." Und Trainer Adi Hütter sagte: "Das ist eine sehr starke Gruppe, aber auch sehr interessant. Lazio ist sicherlich der Topfavorit."

Selbstbewusst reagierte Leverkusens Trainer Heiko Herrlich auf die Gegner: "Unabhängig von der Auslosung haben wir schon vor langer Zeit ganz klar gesagt, dass wir in unserer Gruppe Erster werden und weiterkommen wollen. Wir sind der Favorit, das nehmen wir an."

Die Gruppenphase startet am 20. September und endet am 13. Dezember. Das Finale findet am 29. Mai 2019 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt.