München - Borussia Dormund muss nach dem Aus in der Europa League dringend umdenken. Ran an die Millionen auf dem Konto und her mit gestandenen Spielern. Dazu ein neuer Trainer.

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Immerhin traf Peter Stöger nach dem Spiel ins Schwarze. In das Gerede um die Qualität seiner Mannschaft wollte der Trainer von Borussia Dortmund nicht einstimmen. Auf dem Platz habe er von Qualität nichts gesehen, sagte Stöger. Recht hat er!

Einsicht soll ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung sein. Dann hätte das blamable Dortmunder Aus in Salzburg zumindest etwas Gutes.

Die Borussia braucht einen rigorosen Neuanfang! Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc müssen umdenken! Die BVB-Bosse müssen ihre Prinzipien bei der Gestaltung der Mannschaft neu ausrichten.

Also: Ran ans üppig gefüllte Konto und gestandene Spieler verpflichten! Insbesondere nach den Verkäufen von Ousmane Dembele und Pierre-Emerick Aubameyang haben die Dortmunder ja einen dreistelligen Millionenbetrag auf der hohen Kante liegen.

Dieses Geld gilt es nun zu investieren. Und zwar nicht in verspielte Jungs. Dass der BVB die Eckpfeiler seines Teams - Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Robert Lewandowski - jahrelang nicht gleichwertig ersetzt hat, rächt sich jetzt. Nun müssen Watzke und Zorc ihre Personalpolitik korrigieren!

Auf der anderen Seite müssen überschätzte Spieler schonungslos aussortiert werden. Nur so kann der BVB wieder ein stabiles Gebilde errichten.

Der Neuanfang darf auch nicht vor dem Trainer halt machen. Peter Stöger leistet anständige Arbeit, ist in der Bundesliga mit Dortmund sogar ungeschlagen. Doch die erhoffte Entwicklung unter ihm bleibt aus. Stabilität konnte auch Stöger der Mannschaft nicht vermitteln. Zudem fehlt es Stöger an taktischen Offensiv-Konzepten. Im Vergleich zum unbequemen Thomas Tuchel hat sich der Dortmunder Fußball zurückentwickelt.

Womöglich wird der BVB national das Schlimmste verhindern und sich für die Champions League qualifizieren können. Über die immensen Defizite darf das nicht hinwegtäuschen. In Europas Königsklasse hätten die Dortmunder in der jetzigen Form nichts verloren. Alles andere als ein Neubeginn wäre deshalb fahrlässig.

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