Lesedauer: 15 Minuten

Personeller Rückschlag bei England. Zwei Spieler werden wegen Corona isoliert. Der Schiedsrichter für die deutsche Partie gegen Ungarn steht fest. Der SPORT1-EM-Ticker.

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  • Top-Thema: Bristanter Besuch von Orban (17.45 Uhr)
  • Goretzka lobt Löw für Sturheit (8.35 Uhr)
  • England-Duo isoliert (So. 19.32 Uhr)

+++ Top-Thema: Brisanter Besuch von Orban +++

Das Verbot für München, zum EM-Spiel zwischen Ungarn und Deutschland am Mittwoch die Allianz Arena in Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichberechtigung zu beleuchten, hat für reichlich Proteste gesorgt. (Deutschland - Ungarn am Mittwoch ab 21.00 Uhr im LIVETICKER)

Und am Mittwoch steht nun auch noch ein pikanter Besuch an: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban, dessen rechtsnationalen Regierung mit ihrem Gesetz gegen "Werbung" für Homosexualität einen riesigen Proteststurm ausgelöst hat, wird nach Informationen der Bild persönlich im Stadion sein, um das Spiel zu verfolgen. (BERICHT: "Lächerlicher Gegenvorschlag!" Münchens OB watscht UEFA ab)

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Trotz Regenbogen-Verbot in Sachen Stadionhülle hat München schon einen Plan, wie trotzdem ein Zeichen gesetzt werden soll.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter will nach Bild-Informationen das große Windrad in Stadionnähe auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn 9 in Regenbogenfarben beleuchten lassen. So umginge München das UEFA-Verbot und würde dennoch ein gut sichtbares Zeichen setzen

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Auch der Spatenturm an der Marsstraße soll bunt leuchten und auch das Rathaus in München mit Regenbogenfahnen geschmückt werden.

"Wir wollen damit deutlich machen, dass wir in München, in Bayern und in Deutschland uns von solchen Entscheidungen der UEFA nicht davon abhalten lassen, allen in der Welt zu sagen, dass wir für Gleichberechtigung und freie Selbstbestimmung was sexuelle Identität betrifft, eintreten", so Reiter. Man darf gespannt sein, wie Orban darauf reagiert.

Dienstag, 22. Juni 2021

+++ 8.35 Uhr: Goretzka lobt Löw für Sturheit +++

"Er ist dafür bekannt, dass er mit seinem Trainerteam seine Entscheidungen trifft und sich nicht großartig beeinflussen lässt", sagte Leon Goretzka im Interview mit der Sportschau über Joachim Löw: "Er ist zu hundert Prozent überzeugt und strahlt das vor der Mannschaft aus. Das gibt uns sehr viel Selbstvertrauen und den Glauben an unseren Plan, den wir aufstellen."

Die Überzeugungskraft und Sturheit sind zwei Eigenschaften, die immer wieder DFB-Spieler beim Bundestrainer aufgefallen sind. Goretzka wurde gegen Portugal nur eingewechselt, obwohl er sich wohl schon wieder fit fühlte. Gegen Ungarn wird der Bayern-Star allerdings wieder in der Startelf erwartet. (Deutschland - Ungarn am Mittwoch ab 21.00 Uhr im LIVETICKER)

"Wir müssen aus dem zweiten Spiel unsere Lehren ziehen und uns weiterentwickeln. Das ist bei so einem Turnier sehr wichtig", machte der 26-Jährige klar. Goretzka könnte gegen Ungarn auf die Position von Thomas Müller rutschen, der nach SPORT1-Informationen mit einer Kapselverletzung im Knie ausfallen wird. 

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"Ich habe jetzt lange genug an meiner Fitness gearbeitet", zeigt sich Goretzka bereit. 

Montag, 21. Juni 2021

+++ 20.42 Uhr: Italiens Ministerpräsident gegen Finale in London +++

Der italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat sich aufgrund der ansteigenden Coronafallzahlen in England gegen ein Finale der Fußball-Europameisterschaft in London ausgesprochen. "Ich bin dafür, dass das Finale nicht in einem Land stattfindet, in dem das Infektionsrisiko natürlich sehr hoch ist", sagte Draghi am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Für den britischen Premierminister Boris Johnson sei wichtig, das Land "sicher vor COVID" zu halten, erklärte er am Freitag. Eine Quelle bestätigte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Option offen halte, das Halbfinale und das Finale nach Budapest zu verlegen.

In Großbritannien breitet sich seit einigen Tagen die hoch ansteckende Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, aus und hat zu einem erneut starken Anstieg an Neuinfektionen gesorgt.

+++ 19.32 Uhr: England muss auf Chelsea-Duo verzichten +++

Corona-Schock bei der englischen Nationalmannschaft!

Das Team von Nationalcoach Gareth Southgate muss voraussichtlich im letzten Gruppenspiel der EM am Dienstag gegen Tschechien auf Mason Mount und Ben Chilwell verzichten.

Die beiden gelten als Kontaktpersonen von Schottlands Billy Gilmour, der nach der Battle of Britain am Freitag (0:0) positiv auf Corona getestet wurde. Mount, Chilwell und Gilmour spielen zusammen beim FC Chelsea in der Premier League.

Ob Mount und Chilwell gegen die Tschechen spielen dürfen, blieb zunächst offen, sie werden derzeit vom Rest der Mannschaft ferngehalten. Alle anderen Spieler seien negativ getestet worden. Das teilte England offiziell mit. (Tabellen der EM)

"Wir wissen es nicht im Moment, aber es gibt große Zweifel. Es gibt Diskussionen und Ermittlungen im Hintergrund. Wir werden es in den nächsten zwölf Stunden herausfinden", sagte Teammanager Gareth Southgate.

Die Entscheidung über die Isolierung des Duos sei in Absprache mit den nationalen Gesundheitsbehörden getroffen worden. Man warte nun das weitere Entscheidungen ab und werde sich an das Corona-Protokoll der UEFA halten.

Hier können Sie sich den PDF-Spielplan der Fußball-EM 2021 herunterladen und im Anschluss ausdrucken

Am Montagvormittag war bekannt geworden, dass Schottlands Shootingstar Gilmour positiv getestet wurde. Testreihen bei England hatte dagegen keinen positiven Befund hervorgebracht.

Englands Entscheidung, Mount und Chilwell zu isolieren, sei daher zu diesem Zeitpunkt eine "Vorsichtsmaßnahme".

+++ 18.03 Uhr: Tschechien zuversichtlich vor Duell gegen England +++

Der tschechische Bundesligaprofi Vladimir Darida traut seiner Mannschaft beim EM-Vorrundenduell mit England am Dienstag eine Überraschung zu. "Sie sind sehr starke Gegner. Aber sie spielen aktuell nicht so stark wie in der Qualifikation, das wollen wir nutzen", sagte der Mittelfeldspieler von Hertha BSC. In der Qualifikation war Tschechien in Wembley mit 0:5 unter die Räder gekommen - dies liegt aber mehr als zwei Jahre zurück.

Am Dienstag "werden Selbstvertrauen und Form entscheiden", mutmaßte Darida: "Wir treten mutig auf. Wenn wir die Gruppe gewinnen, wäre das ein großer Erfolg. Es wäre toll, weiter hier in Wembley zu spielen." Um zum Abschluss der Gruppe D ganz oben zu stehen und damit ein Achtelfinale am 29. Juni ebenfalls im Wembley-Stadion zu bestreiten, genügt Tschechien ein Unentschieden.

"Wir haben es in der Hand, wir wollen es selbst erledigen und nicht auf andere angewiesen sein", sagte Darida. Rechenspielchen gebe es bei den Tschechen nicht, obwohl der Sieger der Gruppe D im Achtelfinale auf den Zweiten der deutschen Gruppe F trifft. Neben der DFB-Auswahl wären also auch Weltmeister Frankreich oder Titelverteidiger Portugal mögliche Gegner.

Nationaltrainer Jaroslav Silhavy wollte sich zu möglichen Kontrahenten in der K.o.-Runde nicht äußern, seine Konzentration gilt England. "Ich glaube, dass sich England im Laufe des Turniers steigern wird. Natürlich sind sie unter Druck. Sie werden hungrig sein und angreifen. Damit müssen wir umgehen", sagte der Trainer, der großen Respekt vor dem in der Kritik stehenden Harry Kane hat. Englands Kapitän sei "ein hervorragender und sehr schlauer Stürmer". Sein Team dürfe Kane "keinen Platz geben und versuchen, ihn zu neutralisieren." 

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+++ 16.52 Uhr: Orban schwärmt vom DFB-Team +++

Ungarns Abwehrspieler Willi Orban schätzt die deutsche Nationalmannschaft vor dem entscheidenden EM-Gruppenspiel am Mittwoch in München hoch ein. "Ich glaube, dass in der Gruppe Deutschland aktuell die kompletteste Mannschaft ist", sagte der Verteidiger von RB Leipzig am Montag im ungarischen EM-Quartier bei Budapest. 

Bei den Stärken der Deutschen geriet Orban regelrecht ins Schwärmen. "Sie haben eine unheimlich gute Mentalität, sind sehr gut organisiert", so der 28-Jährige: "Hinzu kommt individuelle Einzelspieler-Qualität, die auch herausragend ist. Gerade auch das Pressing ist außergewöhnlich."

In der Gruppe F führt Weltmeister Frankreich mit vier Punkten vor Portugal und Deutschland, die beide auf drei Zähler kommen. Ungarn ist mit einem Punkt Letzter, hat aber bei einem Sieg gegen Deutschland noch Chancen auf das Achtelfinale. Im Parallelspiel am Mittwoch treffen die Portugiesen und Franzosen in Budapest aufeinander.

Etwas Besonderes ist das Spiel gegen Deutschland auch für Orban persönlich. "Für mich ist es natürlich ein spezielles Spiel, weil ich in Deutschland geboren und aufgewachsen bin", sagte er. Orban freute sich zudem, dass Ungarn trotz der starken Gegner noch Möglichkeiten besitzt, die K.o.-Runde zu erreichen. "Aus meiner Sicht gab es bei einer EM noch nie eine schwierigere Gruppe, als wir sie haben", sagte er.

+++ 11.12 Uhr: Schiedsrichter für deutsche Partie steht fest +++

Der russische Schiedsrichter Sergej Karassew pfeift das dritte EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch (EM 2021: Deutschland - Ungarn, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER) in München gegen Ungarn. Das gab die UEFA am Montag bekannt.

An ein Spiel unter Leitung des 42-Jährigen hat die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw keine gute Erinnerung. Karassew war beim peinlichen 1:2 in der WM-Qualifikation gegen Nordmazedonien Ende März im Einsatz.

Bei der EM 2020 leitete Karassew bisher ein Spiel. Beim 3:0-Erfolg von Italien gegen die Schweiz hatte er wenig Mühe und verhängte nur zwei Gelbe Karten.

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Sonntag, 20. Juni 2021

+++ 17.09 Uhr: Arnautovic kehrt bei Österreich zurück +++

Der österreichische Nationalspieler Marko Arnautovic kehrt im "Finale" um den Einzug ins EM-Achtelfinale gegen die Ukraine in die Startelf zurück. Wie der deutsche Teamchef Franco Foda mitteilte, wird Arnautovic am Montag im abschließenden Spiel der Gruppe C in Bukarest von Beginn an spielen.

"Er wird spielen. Wir haben es so entschieden und wollten das heute auch kommunizieren", sagte Foda. ÖFB-Kapitän David Alaba freute sich über die Entscheidung. "Dass Marko ein wichtiger Spieler für uns ist, ist kein Geheimnis. Marko besitzt die Qualität, Spiele zu entscheiden", sagte der langjährige Star von Bayern München.

Arnautovic hatte gegen die Niederlande (0:2) gefehlt, weil er im Auftaktspiel gegen Nordmazedonien (3:1) beim Torjubel einen Gegenspieler beleidigt hatte. Wegen einer Oberschenkelverletzung im Vorfeld war er erst in der zweiten Hälfte eingewechselt worden. 

Alaba wolle gegen die Ukraine das Spiel gewinnen, "um Geschichte zu schreiben". Noch nie hatte Österreich den Sprung in die EM-K.o.-Runde geschafft. "Wir haben ein Finalspiel und werden alles unternehmen, es für uns zu entscheiden", ergänzte Foda.

Beide Teams haben jeweils drei Punkte auf dem Konto, die Ukraine liegt aufgrund der höheren Anzahl an geschossenen Toren auf Platz zwei. Arnautovic hatte zuletzt im November 2020 in der Nations League gegen Norwegen (1:1) von Beginn an gespielt.

+++ 16.45 Uhr: München will Zeichen für Toleranz senden - Ermittlungen gegen ungarische Fans +++

Vor dem dritten und letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2021 gegen Ungarn will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter ein Zeichen setzen. 

Der SPD-Politiker plädiert dafür, das Stadion in der bayrischen Landeshauptstadt, in dem das DFB-Team am Mittwoch ein weiteres Mal auftritt, in den Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Als Symbol für "Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", wie es eine Sprecherin des OB gegenüber der dpa ausdrückte. 

Reiter will so gegen homophobe Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban zum Protest animieren. Entscheiden muss die UEFA, der Reiter einen Brief schreiben wolle. Der europäische Vorband reagierte zunächst nicht auf den Vorstoß.

In Ungarn wurde unter der Woche ein Gesetz verabschiedet, dass Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt, wohl auf Antreiben Orbans. 

Eine Antwort bleibt die UEFA in ihrer Rolle als Entscheidungsinstanz zwar noch schuldig, weil sie erst das offizielle Gesuch von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter abwarten will - an anderer Stelle ist die UEFA am Sonntag aber aktiv geworden. Der Verband wird Berichte über Diskriminierungen am EM-Spielort Budapest untersuchen und hat eigens dafür einen Ermittler eingesetzt.

Bei den bisherigen Partien der Ungarn in Budapest (0:3 gegen Portugal und 1:1 gegen Frankreich) war die berüchtigte "Carpathian Brigade" im Stadion in Erscheinung getreten. Der schwarz gekleidete Mob wird von Experten als paramilitärische Gruppierung eingeschätzt, die aus Neonazis besteht. Laut diverser Berichte sollen die Mitglieder der Brigade durch homophobe und rassistische Äußerungen aufgefallen sein, auch der Hitlergruß sei gezeigt worden.

Sollten sich die "Problemfans" auf den Weg nach München machen, droht der bayrischen Landeshauptstadt am Mittwoch ein massives Sicherheitsproblem - trotz der 1000 Polizisten, die im Einsatz sein werden. Das bayrische Innenministerium ließ bis Sonntagnachmittag eine SID-Anfrage unbeantwortet, wie auf eine Einreise ungarischer Nazis und eine mögliche Gefahrenlage reagiert werden soll.

Die Frage der Regenbogen-Arena soll Anfang der Woche geklärt werden. Am Montag möchte Reiter der UEFA den fraktionsübergreifenden Antrag des Stadtrats unterbreiten, wonach die bunte Arena "ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI Community in Ungarn" setzen soll.

+++ 13.38 Uhr: Frankreich-Stars angefeindet +++

Unschöne Szenen beim Spiel zwischen Frankreich und Ungarn. Einzelne Spieler der französischen Nationalmannschaft sind während der Partie von einigen Zuschauern angefeindet worden. 

So waren am Samstag bei Ballkontakten von Kylian Mbappé offenbar immer wieder Affenlaute aus dem Publikum zu hören. Das berichtete ein Reporter der dpa. Auch Stürmer Karim Benzema wurde vereinzelt beschimpft.

Portugiesischen Medien zufolge hatten bereits einzelne Zuschauer im ersten Spiel in der ungarischen Puskas Arena Superstar Cristiano Ronaldo übel beleidigt. Sowohl gegen Portugal als auch gegen Frankreich saßen mehr als 55.000, vor allem ungarische, Fans auf den Tribünen.

+++ 10.55 Uhr: Hazard fällt aus +++

Belgien muss im letzten EM-Vorrundenspiel am Montag gegen Finnland auf Thorgan Hazard verzichten.

Der Profi von Borussia Dortmund "wird nicht mit dem Team nach St. Petersburg reisen", teilte der Verband am Sonntag vor dem Abflug zunächst ohne konkrete Begründung mit. Hazard hatte in den ersten beiden Gruppenspielen jeweils in der Startelf gestanden und dabei ein Tor erzielt.

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Wie der Journalist Kristof Terreur berichtet, habe er gegen Dänemark auch einen Schlag aufs Knie abbekommen und am Samstag mit dem Training ausgesetzt. 

Samstag, 19. Juni 2021

+++ 09.27 Uhr: Lauterbach kritisiert EM-Spiele in England +++

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht die Austragung von EM-Spielen in London kritisch. "Es ist unvertretbar, dass in England Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden", sagte der SPD-Mann bei RTL/ntv: "Die Delta-Variante ist einfach zu gefährlich. Das ist eine Gefährdung der Bürger Englands und der Bürger Europas. Man müsste die Spiele in ein anderes europäisches Land verschieben."

Nach der Austragung von Gruppen- und Achtelfinalspielen wird das Wembley-Stadion im Juli zum exklusiven Ausrichter dieser paneuropäischen EM: Beide Halbfinals und das Finale sollen in London stattfinden.

Wie die Tageszeitung The Times allerdings am Freitag berichtete, denkt die UEFA darüber nach, diese Spiele wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und der strengen Quarantäneverordnung in England kurzfristig nach Budapest zu vergeben. Noch soll sich der Kontinentalverband aber um Ausnahmeregelungen bemühen, damit Spieler, Offizielle und VIP-Gäste problemlos ein- und ausreisen können.

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in dieser Sache nicht unter Druck setzen lassen. "Wir werden alles tun, was notwendig ist, um das Land vor COVID zu schützen", sagte er: "Das wird unsere Priorität sein." Man werde "sehen, ob wir einige vernünftige Zugeständnisse machen können, aber Priorität muss die öffentliche Gesundheit haben."