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München - Überraschende Entscheidung bei Marco Reus. Der Star von Borussia Dortmund verzichtet nach einem Gespräch mit Bundestrainer Löw auf eine Teilnahme an der Fußball-EM.

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Das kommt einen Tag vor der Kader-Bekanntgabe des deutschen EM-Kaders am Mittwoch jetzt doch unverhofft und einem Paukenschlag gleich: (NEWS: Alles zur EM)

Marco Reus von Borussia Dortmund verzichtet freiwillig auf seine Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft (11. Juni bis 11. Juli). Das teilte der 31 Jahre alte Nationalspieler via Instagram mit.

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Die deutsche Kaderbekanntgabe für die EM: Mittwoch, 12.30 Uhr LIVE im STREAM bei SPORT1 und im LIVETICKER

Reus erklärte, er habe nach einer "komplizierten, kräftezehrenden und am Ende 'Gott sei Dank' erfolgreichen Saison", gemeinsam mit dem Bundestrainer entschieden, nicht zur EM mitzufahren. (SERVICE: Der Spielplan der EM)

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"Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, da ich immer voller stolz bin, wenn ich für mein Land auflaufen darf. Aber nach einem sehr intensiven Jahr für mich persönlich und dem Erreichen der Ziele beim BVB , bin ich zum Entschluss gekommen, meinem Körper Zeit zu geben, um sich zu erholen! Ich werde die Pause sinnvoll nutzen, um optimal in die neue Saison starten zu können", richtete sich der BVB-Star in dem Post an seine Fans.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

"Ich wünsche Jogi und unserem Team alles, alles Gute für die EM und werde als Fan mitfiebern und die Daumen drücken", fügte der Offensivspieler an, der zuletzt im Bundesliga-Endspurt als auch beim Triumph im DFB-Pokal-Finale gegen RB Leipzig aufsteigende Form bewies. (BERICHT: Historisches Duo schießt Leipzig ab)

Reus begründet seinen EM-Verzicht

Nach dem Abpfiff in Berlin hatte Reus die Hoffnungen auf seine EM-Teilnahme noch genährt: "Ich habe immer Lust, weiterzuspielen. Aber sehen Sie mir nach, dass ich heute jetzt nicht an die nächsten zwei Spiele denke, sondern einfach den Moment mit der Mannschaft genießen möchte. Ich kann es nur auf dem Platz beeinflussen. Der Rest wird kommen."

Zuvor hatte Reus bereits eingeräumt, weiter in Kontakt mit dem Bundestrainer zu stehen.

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"Wir hatten vor der vergangenen Nominierung ein gutes Gespräch und haben gesagt, wir lassen uns Zeit und werden zu gegebener Zeit noch mal sprechen", sagte er der ARD und ergänzte: "Ich gehe da ganz locker mit um, aber freue mich natürlich, wenn ich dabei bin."

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Der 44-malige Nationalspieler spielte zuletzt vor 18 Monaten für die DFB-Mannschaft (am 13. Oktober 2019 beim 3:0 gegen Estland). Zuletzt war er vor allem wegen Verletzungen außen vor.

Löw wiederum hatte zuletzt erklärt: "Marco hat in den letzten Wochen wieder einen guten Rhythmus. Er ist schon auf dem Zettel, wir haben einen erweiterten Kader, da werden auch noch einige Namen diskutiert. Nächste Woche ist Nominierung, alles was möglich ist, haben wir diskutiert."

Reus fehlte Bundestrainer Löw schon bei WM-Triumph

Der Bundestrainer, der am Mittwoch seinen 26-köpfigen Kader offiziell bekannt gibt, hat in seinem letzten Turnier als DFB-Coach ein riesiges Angebot im Mittelfeld.

So werden Kai Havertz (FC Chelsea), Leroy Sane, Serge Gnabry und Thomas Müller (alle Bayern München) mit großer Wahrscheinlichkeit mitfahren. Weitere Optionen sind Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Amin Younes (Eintracht Frankfurt), Julian Draxler (Paris St. Germain) und Florian Wirtz (Bayer Leverkusen).

Der verletzungsanfällige Reus stand erst bei zwei Turnieren für Deutschland auf dem Feld: bei der EM 2012 in Polen und der Ukraine sowie dem WM-Debakel 2018 in Russland.

Den WM-Triumph 2014 hatte er verletzungsbedingt verpasst. Insgesamt lief Reus bislang in 44 Spielen für das DFB-Team auf, dabei erzielte er 13 Tore.

Nicht nur Reus: Auch ter Stegen muss EM abhaken

Nach Torwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona, der sich einer Knie-Operation unterzieht, ist Reus bereits der zweite prominente DFB-Kicker, der Löw innerhalb kürzester Zeit absagt.

Für die Zeit nach der Endrunde hatte sich ter Stegen vorgenommen, die Nummer 1 in der Nationalmannschaft zu werden und Bayerns Manuel Neuer abzulösen.

"Natürlich denke ich schon darüber nach, was danach passiert. Jeder rechnet sich Chancen aus, dass die Karten neu gemischt werden", sagte der Keeper vor wenigen Tagen zu SPORT1.

Hummels vor DFB-Team-Comeback

Während ter Stegen und Reus bei der EM passen, wird Mats Hummels dagegen sein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft geben.

Der Dortmunder Innenverteidiger steht nach SPORT1-Informationen im EM-Kader.