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Duisburg - Joachim Löw gibt klar zu erkennen, dass für ihn nur noch der Erfolg bei der EM im Vordergrund steht. Fünf Ansagen belegen die Kompromisslosigkeit des Bundestrainers.

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So kompromisslos hat sich Joachim Löw seit Monaten nicht gezeigt!

Vor dem ersten WM-Quali-Spiel gegen Island hat der Bundestrainer deutlich zum Ausdruck gebracht, mit welchen Mitteln er seinen in Düsseldorf zur Verfügung stehenden Kader, aber auch seinen erweiterten, in EM-Stimmung bringen will. (Spielplan und Ergebnisse der WM-Quali)

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SPORT1 zeigt die fünf Löw-Ansagen, die seine Mannschaft auf den Weg bringen sollen, ihm zum Ende seiner 15-jährigen Amtszeit den EM-Titel zu schenken.

Der Bundestrainer ist schon im EM-Modus!

Sein Team hat er in mehreren Reden auf die drei bevorstehenden Quali-Spiele eingeschworen und sie bereits für die EM heiß gemacht. Entschieden stellt der 61 Jahre alte Weltmeister-Trainer von 2014 klar: "Turniere sind für mich das Salz in der Suppe." Er will auch nichts davon wissen, nach seiner Rücktrittserklärung eine Erleichterung zu verspüren. "Mir macht das Spaß und Freude", sagt er über seinen Noch-Job.

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Löw ließ in seiner fast 40-minütigen Pressekonferenz keine Zweifel aufkommen, dass er schon im EM-Modus ist. Auf ein Turnier-Ziel wollte er sich aber trotzdem nicht festlegen.

Keine Rücksicht auf Verluste!

Im zweiten Halbjahr 2020 nahm Löw Rücksicht auf die Vereine, die den engen Spielplan und die hohe Belastung aufgrund der Corona-Krise beklagten. Die Folge: Die Nationalmannschaft trainierte oft im Schlafwagen-Modus, etliche Stars standen ihm nicht zur Verfügung. Die Mannschaft konnte sich nie einspielen.

Jetzt sagt Löw klar und deutlich: "Ich denke nicht an die Verteilung der Kräfte. Ich habe wirklich viel Rücksicht genommen." Für ihn geht es jetzt darum, Automatismen einzustudieren und bereits gegen die Isländer die Basis für die EM zu legen.

Die Mannschaft wird lauter!

Viel zu oft waren Löws Spieler in den vergangenen Monaten viel zu brav auf dem Feld. Man hörte trotz der Geisterspiele kaum Kommandos, niemand pushte den anderen. Selbst Löw resignierte beim 0:6 gegen Spanien teilnahmslos auf der Auswechselbank. Damit ist jetzt Schluss.

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Löw verspricht bereits für das Spiel gegen Island: "Es wird eine andere Kommunikation auf dem Platz sein. Ich werde einige bestimmen, die das in die Hand nehmen." Kommandos wie "drauf, weiter und jetzt" dürfe jeder rufen. Löw reicht es nicht mehr, "nur etwas zu sagen". Er fordert "konkrete Anweisungen" in allen Mannschaftsteilen. Er selbst will an der Seitenlinie wieder rauf und runtermarschieren.

Wer nicht regelmäßig spielt, ist nicht dabei!

Mit Julian Draxler und Julian Brandt hat Löw auf zwei Nationalspieler verzichtet, denen er immer vertraut hat, obwohl sie sich in ihren Vereinen oft schwergetan haben. Da ihre Leistungen zuletzt durchwachsen waren und keiner von beiden Stammspieler im Verein ist, zeigte sich Löw resolut und nominierte sie nicht. Eine völlig neue Seite des Bundestrainers.

Doch er macht klar: "Die Tür ist selbstverständlich nicht zu. Julian Draxler hat zuletzt einige Spiele gemacht, das war erfreulich. Vorher war er lange verletzt. Er braucht jetzt Rhythmus und Spiele und kann sich auf jeden Fall noch steigern. Das Gleiche gilt für Julian Brandt."

Keine Klub-Verhandlungen bis zur EM!

Bei SPORT1 kündigte Löw exklusiv an, dass er nach seiner Zeit beim DFB als Trainer weiterarbeiten wolle, am liebsten in einem Verein. Top-Vereine aus Spanien und der Türkei sollen ihn bereits auf dem Zettel haben. Seinen langjährigen Berater Harun Arslan bat er, sämtliche Optionen erst gar nicht an sich heranzulassen: "Ich will bis zur EM gar nichts hören". (Tabellen der WM-Quali)

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Sein voller Fokus gilt diesem letzten Turnier. Erst danach will er sich mit Anfragen beschäftigen. Dass er angefangen hat, Spanisch zu lernen, habe nichts mit Vereinen in Spanien zu tun, versichert er.