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Die Verschiebung der Europameisterschaft ist beschlossene Sache, das gibt die UEFA bekannt. Wegen der Coronakrise soll das Turnier nun im Sommer 2021 stattfinden.

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Die Verschiebung der Europameisterschaft um ein Jahr auf den Sommer 2021 ist beschlossene Sache. Das bestätigte die UEFA am Dienstagnachmittag offiziell.

Zuvor hatte bereits der norwegische Fußball-Verband mitgeteilt, dass die Endrunde wegen der aktuellen Corona-Pandemie vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfindet.

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Thomas Müller findet: "Einzig richtige Entscheidung"

"Die einzig richtige Entscheidung", twitterte bereits Thomas Müller vom FC Bayern.

"Die Gesundheit aller am Spiel Beteiligten hat dabei Priorität, ebenso wie die Vermeidung von unnötigem Druck auf die nationalen öffentlichen Dienste, die an der Durchführung der Spiele beteiligt sind", erklärte die UEFA in einer Pressemitteilung und fügte hinzu: "Der Wechsel wird dazu beitragen, dass alle nationalen Wettbewerbe, die derzeit aufgrund des COVID-19-Notfalls ausgesetzt sind, abgeschlossen werden können.

Alle UEFA-Wettbewerbe und Spiele (einschließlich Freundschaftsspiele) für Vereine und Nationalmannschaften für Männer und Frauen wurden bis auf Weiteres ausgesetzt.Die für Ende März geplanten Play-off-Spiele und internationalen Freundschaftsspiele der EM werden nun vorbehaltlich einer Überprüfung der Situation Anfang Juni im internationalen Fenster ausgetragen.

Fußball-EM 2021 - Klub-WM 2022?

Seit 10 Uhr glühten in der UEFA-Zentrale in Nyon (Schweiz) die Köpfe. Die UEFA hatte zur einer entscheidende Mammut-Video-Konferenz gerufen..

Wie SPORT1 aus Verbandskreisen erfuhr, schlug der Verband schon im ersten Teil der Krisen-Konferenz offiziell eine Verschiebung der EM in den Sommer 2021 vor!

Alle aktuellen Meldungen, Entwicklungen und Auswirkungen auf den Sport durch die Covid-19-Krise im Corona-Ticker!

Heißt auch: Die Klub-WM der FIFA, die erstmals 2021 ausgetragen werden soll, wird verlegt. Der neue Termin des Turniers steht allerdings noch nicht fest. FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte in einer Stellungnahme, er werde am Mittwoch in einer Telefonkonferenz dem Council des Weltverbandes vorschlagen, "die Verschiebung der UEFA EURO 2020 auf den Juni/Juli 2021 zu akzeptieren.

Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn "mehr Klarheit über die Situation herrscht", werde man entscheiden, "wann die neue FIFA Klub-Weltmeisterschaft angesetzt werden soll: später im Jahr 2021, 2022 oder 2023."

Ausgleichszahlungen als heißer Streitpunkt

Die UEFA diskutierte im ersten Teil mit den Vorständen der Klubvereinigung ECA (Interessensgemeinschaft europäischer Klubs) um BVB-Boss Hans-Joachim Watzke als einem Vertreter und der Vereinigung der Europäischen Ligen. Die nationalen Ligen und die ECA haben dem entsprechenden Vorschlag zugestimmt.

Heißer Streitpunkt auch: Die Forderung einer Klärung möglicher Ausgleichszahlungen.

Wie The Athletic zuerst berichtete, soll die UEFA für die Verschiebung der EM umgerechnet rund 300 Millionen Euro von den Vereinen und Verbänden fordern. Das ist der Betrag, den die UEFA eine Turnier-Verschiebung angeblich kosten würde.

Anschließend sprach der Europa-Verband in einem zweiten Sitzungsabschnitt per Videokonferenz mit den 55 Mitgliedsverbänden. Von DFB-Seite sind Präsident Fritz Keller und Vize Rainer Koch, der Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee ist, vertreten.

EM-Verschiebung gibt Ligen Luft

Im dritten und letzten Teil der Konferenz kam das Exekutivkomitee der UEFA zusammen und traf eine verbindliche Entscheidung - die Verschiebung des Turniers in das nächste Jahr.

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Schon am Montag hatte DFL-Boss Christian Seifert gesagt: "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Sommer eine perfekte EM spielen, hat vermutlich keine Zahl mehr vor dem Komma. Das ist jedem klar."

Eine Verschiebung der EM ins nächste Jahr gibt den nationalen Ligen - so sich denn die gesundheitliche Lage verbessert - ein wenig mehr Luft.