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Die EM wird wegen der Coronakrise erst im kommenden Jahr ausgetragen. Bundestrainer Joachim Löw hält die Entscheidung für alternativlos. Die Stimmen.

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Die EM 2020 findet wegen der Coronakrise erst im kommenden Jahr statt.

Das hat die UEFA im Rahmen einer Krisensitzung am Dienstag beschlossen. Als neuer Termin wurde der Zeitraum vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 vorgeschlagen. Bundestrainer Joachim Löw bezeichnete die Entscheidung als "völlig richtig und alternativlos".

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SPORT1 präsentiert weitere Reaktionen auf die EM-Verschiebung:

Aleksander Ceferin (UEFA-Präsident): "Es war wichtig, dass die UEFA als Dachverband des europäischen Fußballs den Prozess anführte und das größte Opfer brachte. Die Verschiebung der EURO 2020 ist für die UEFA mit enormen Kosten verbunden, aber wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass die lebenswichtige Finanzierung des Breiten- und Frauenfußballs und die Entwicklung des Spiels in unseren 55 Ländern nicht beeinträchtigt wird."

Fritz Keller (DFB-Präsident): "Die Kolleginnen und Kollegen der UEFA, denen wir uns nicht zuletzt als Ausrichter der Europameisterschaft 2024 besonders verbunden fühlen, sind heute ihrer Verantwortung gerecht geworden. (...) Es gibt keine Alternative zur Verschiebung der Europameisterschaft."

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Oliver Bierhoff (DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie): "So gerne wir nun gegen Italien und Spanien, insbesondere aber die EURO 2020 im Sommer mit unserer jungen Mannschaft und den drei tollen Heimpartien in München gespielt hätten, so alternativlos sind diese Entscheidungen im Moment."

Löw: "Müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen"

Joachim Löw (Bundestrainer): "Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die EURO zu verschieben. Unsere Nationalspieler (...) hätten natürlich wahnsinnig gerne die EURO im Sommer gespielt, was sie sich auch erarbeitet hatten. Jeder Sportler lebt doch für diese großen Spiele, für diese großen Turniere, die ein Land, einen ganzen Kontinent oder bei Weltmeisterschaften die ganze Welt begeistern."

Deutsche Nationalmannschaft: "Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die EURO 2020 zu verschieben und die Länderspiel-Phase abzusagen."

Philipp Lahm (Geschäftsführer der DFB EURO GmbH): "Die Verlegung der EURO 2020 ist unter den gegebenen Umständen ein richtiger und konsequenter Schritt. Wir alle lieben den Fußball. Aber im Angesicht der Pandemie müssen wir neue Schwerpunkte setzen. Die Gesundheit der Menschen ist das höchste Gut. Wir müssen es gemeinsam schützen."

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Thomas Müller (Spieler FC Bayern): "Die einzig richtige Entscheidung"

Deschamps: "Eine weise Entscheidung"

Didier Deschamps (Nationaltrainer Frankreich): "Dies ist eine weise Entscheidung angesichts der Verwüstungen, die Covid-19 weltweit anrichtet. Für uns alle liegt die Priorität anderswo. Denken wir an diejenigen, die leiden, und an all jene, die in den kommenden Tagen oder Wochen leider wahrscheinlich leiden werden. Jetzt müssen wir mehr denn je ein Gefühl für Prioritäten, Verantwortung und Bürgersinn haben. Das einzige Spiel, das wir gewinnen können, ist das, das wir derzeit gegen den Coronavirus austragen. Mehr denn je müssen wir alle Solidarität, Sorgfalt und Disziplin zeigen. Dieses Spiel betrifft uns alle, nicht nur die Angehörigen der Gesundheitsberufe."

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Leo Windtner (Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes): "Der ÖFB begrüßt diese Entscheidung, im Zuge derer die UEFA klares Leadership bewiesen hat. Die Solidarität der Fußballfamilie in dieser Situation zeigt, dass im Moment andere Dinge Priorität haben. Die Gesundheit aller Menschen steht jetzt im Vordergrund."

Vladimir Petkovic (Nationaltrainer Schweiz): "Die Entscheidung ist in dieser Situation vernünftig und richtig. Die Bekämpfung des Virus hat für uns alle höchste Priorität. Natürlich hätten wir diese EM sehr gerne gespielt. Eine professionelle sportliche Vorbereitung wäre unter diesen Umständen aber nicht möglich gewesen. Ich hoffe, dass diese Krise bald vorbeigeht und der Fußball wieder rollt. Ich wünsche mir, dass wir uns ab September mit Spielen in der Nations League auf die EM 2021 vorbereiten können, und dass wir im nächsten Sommer in ganz Europa ein Fußballfest mit vielen begeisterten Zuschauern feiern können."

Rudi Völler (Sport-Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen): "Die Verschiebung der EURO 2020 um ein Jahr ist absolut angemessen und sinnvoll. So erhalten die nationalen Ligen zeitliche Optionen, um ihre Wettbewerbe möglichst auf sportlicher Basis fair und unter gleichen Bedingungen für alle zu beenden. Mit dieser vernünftigen Entscheidung der UEFA haben die Klubs sowie die nationalen und internationalen Verbände – immer unter Berücksichtigung der alles bestimmenden gesundheitspolitischen Lage – den zwingend notwendigen Handlungsspielraum für die laufenden Wettbewerbe erhalten." 

Lukas Hradecky (Nationaltorhüter Finnlands und von Bayer Leverkusen): "Wir Finnen haben über 80 Jahre darauf gewartet, an einer Endrunde eines großen Fußball-Turniers teilzunehmen. Da kommt es auf ein paar Monate nicht an, bis unser und mein persönlicher EM-Traum in Erfüllung geht. Natürlich steht auch in dieser Frage die Gesundheit an erster Stelle."