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Die DFB-Elf legt sich zum Osterfest ein Ei ins eigene Nest. Die Blamage gegen Nordmazedonien ist schlimmer als das 0:6 von Sevilla. Kommentar von Patrick Berger.

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Während Leroy Sané mit hängendem Kopf vom Rasen schlurfte, feierten die Nordmazedonier ihren denkwürdigen Sieg. "Olé! Olé!", hallte es durch die Duisburger Arena.

Wer geglaubt hat, dass die deutsche Nationalmannschaft auf einem guten Weg ist, hat sich geschnitten. Die Mannschaft hat sich am Mittwochabend bis auf die Knochen blamiert

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76 Tage vor dem ersten EM-Gruppenspiel gegen Frankreich (15. Juni) herrscht ernsthafte Alarmstimmung. Die klitzekleine Aufbruchstimmung nach den Siegen gegen Island (3:0) und in Rumänien (1:0) ist schon wieder völlig dahin. (Stimmen zur Blamage von Duisburg)

Vorne harmlos, hinten fehlerhaft

So hat Deutschland nicht den Hauch einer Chance, die Gruppe mit Frankreich, Portugal und Ungarn zu überstehen.

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"Das war ein richtiger Rückschlag", sagte ein zerknirschter Joachim Löw nach dem dritten WM-Quali-Spiel. "Zum zweiten Mal gehen wir jetzt mit einer bitteren Pleite in eine Pause."

Erschreckend: Der Mannschaft fehlte gegen den Weltranglisten-65. jegliche Spielidee. Gegen die tiefstehenden Balkan-Kicker, bei denen nur vier Profis in einer europäischen Top-Liga spielen, fanden die DFB-Stars kaum Lösungen, hatten zudem mit der robusten Gangart Probleme. (Einzelkritik: 6 X Note 5)

Bedenklich, dass sich gestandene Stars wie Antonio Rüdiger oder Emre Can hinten abkochen ließen und Top-Stürmer wie Sané, Serge Gnabry, Kai Havertz oder Timo Werner kaum Torgefahr entwickelten. Letzterer schafft es mit seinem Slapstick-Fehlschuss kurz vor Schluss sicherlich in jeden Jahresrückblick.

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Peinlicher als das Debakel von Sevilla

Dieses 1:2 gegen Nordmazedonien ist noch peinlicher als das 0:6 vor vier Monaten gegen Spanien.

Bitter aus Löw-Sicht: Bis zum 1. Juni – und damit vor den beiden Testspielen gegen Dänemark (2. Juni) und Lettland (7. Juni) – muss der nach der EM scheidende Coach seinen Kader für das Turnier benennen. Das Nordmazedonien-Spiel war also der letzte Härtetest.

An den Weltmeistern Mats Hummels und Thomas Müller kommt Löw jetzt wohl nicht mehr vorbei.