Lesedauer: 3 Minuten

Jürgen Klopp betont, auch bei einem Rauswurf beim FC Liverpool nicht als Bundestrainer zur Verfügung zu stehen. Der Löw-Rücktritt ärgerte ihn aus einem Grund.

Anzeige

Jürgen Klopp steht auch im Falle eines Rauswurfs beim FC Liverpool nicht für das Amt des Bundestrainers bereit.

"Dass ich so oft gefragt wurde, ist ja erstmal eine Ehre", sagte der Teammanager des englischen Meisters im Sky-Interview, "aber nein! Ich habe ja einen Vertrag, und selbst wenn Liverpool mich jetzt rausschmeißen würde, wenn meine Zeit dann hier rum ist, dann werde ich ganz sicher ein Jahr Pause machen. Das ist auch klar. Also funktioniert es einfach nicht."

Anzeige

Klopp gilt vor allem bei den Fans als absoluter Wunschkandidat für die Nachfolge von Joachim Löw, der am Dienstag überraschend seinen Rücktritt nach der EM im kommenden Sommer erklärt hatte. "Jetzt wird ein neuer Trainer kommen, und wenn der 2022 und 2024 erfolgreich ist, dann wird nach mir kein Hahn krähen", sagte Klopp: "Und das ist dann auch gut so."

Meistgelesene Artikel
  • Fussball / Bundesliga
    1
    Fussball / Bundesliga
    Diese Spieler wären jetzt bei Bayern
  • Fussball / Bundesliga
    2
    Fussball / Bundesliga
    Kostet VAR Leipzigs Meisterchance?
  • Fussball / Bundesliga
    3
    Fussball / Bundesliga
    Warum Boateng wirklich gehen muss
  • Int. Fussball / Ligue 1
    4
    Int. Fussball / Ligue 1
    Neymar verrät Zukunftspläne
  • Fussball / Bundesliga
    5
    Fussball / Bundesliga
    Preisschild für Nagelsmann?

Löw-Rücktritt für EM "kein Problem"

Der frühere Dortmunder Meistercoach wollte daher auch nicht verraten, ob und was ihn generell am Bundestrainer-Amt reizen würde. "Alles, was ich dazu sagen würde, würde gegen mich verwendet und mir irgendwann aufs Brot geschmiert werden", sagte Klopp: "Den aktuellen Job mache ich mit allem, was ich habe. Es sind keine Ressourcen frei, um mich irgendwo anders hin zu träumen."

Den Zeitpunkt der Löw-Entscheidung empfindet Klopp als unproblematisch. "Für das Turnier ist es kein Problem, ganz bestimmt nicht", sagte der 53-Jährige.

Was Klopp am Löw-Rücktritt ärgerte

Außerdem habe der Deutschen Fußball-Bund (DFB) "jetzt Zeit, sich Gedanken zu machen".

Liverpool - Leipzig: Der Fantalk zur Champions League am Mittwoch ab 20.15 Uhr LIVE auf SPORT1

Von Löws Aus im Sommer hatte Klopp nach dem Training in Liverpool durch eine Laufnachricht im TV erfahren. "Ich habe nur gedacht: 'Danke, dass du es an dem Tag gemacht hast, an dem wir Pressekonferenz haben.' Dass mich dann auch tatsächlich jeder danach fragen kann", erzählte Klopp: "Was dann auch jeder getan hat."

Bundestrainer? Klopp wird deutlich

Bereits in der Pressekonferenz im Vorfeld des Achtelfinal-Rückspiels in der Champions-League gegen RB Leipzig (Mi., ab 21 Uhr im LIVETICKER) hatte sich Klopp klar geäußert.

"Ich werde als Trainer der deutschen Nationalmannschaft im Sommer nicht zur Verfügung stehen", sagte Klopp. "Ich habe noch drei Jahre Vertrag in Liverpool. Das ist ganz einfach. Man unterschreibt Verträge und versucht, sich daran zu halten. Ich habe auch in Mainz meine Verträge eingehalten, obwohl auch andere Bundesligisten mit mehr Geld Interesse an mir hatten."

Im Leben sei alles eine Frage des Timings. "Und wenn es nicht passt, muss man mit den Umständen umgehen. Das ist mir nicht schwer gefallen", so Klopp.

"Ich bin genauso überracht wie alle anderen wahrscheinlich auch davon, dass Jogi das jetzt gesagt hat. Aber man hat ja jetzt genug Zeit, sich darum zu kümmern", antwortete er auf die Frage, wen er als Favorit auf die Nachfolge von Löw sieht.

Löw habe "über so viele Jahre einen unglaublichen Job gemacht", so Klopp. "Er war einer der erfolgreichsten Bundestrainer, die wir hatten. Ich kann verstehen, dass er jetzt bei der EM noch einmal alles aus der Mannschaft herausholen möchte."

Klopp ist seit 2015 Trainer der Reds und erlebt in der Saison nach der Meisterschaft eine der schwersten sportlichen Krisen als Trainer. Sein Vertrag in Liverpool hat noch eine Laufzeit bis 2024.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst