Calmund ist für Taskforce bei Bundestrainerentscheidung
Calmund ist für Taskforce bei Bundestrainerentscheidung © Firo/Firo/SID/firo/Sebastian El-Saqqa
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Reiner Calmund warnt bei der Bundestrainer-Suche vor einem Alleingang von DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

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Der langjährige Bundesliga-Manager Reiner Calmund warnt bei der Bundestrainer-Suche vor einem Alleingang von DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Stattdessen schlägt Calmund im Kölner Express eine unterstützende "Taskforce" mit Fachleuten aus der Bundesliga und ehemaligen Nationalspielern vor.

"Experten und große Spielerpersönlichkeiten wie Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß, Rudi Völler, Michael Zorc oder Matthias Sammer, Max Eberl und Fredi Bobic" sollten die Frage mit Bierhoff besprechen und den Nachfolger von Joachim Löw bestimmen. Der neue Mann hätte so "viel mehr Rückenwind".

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Bierhoff ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der Suche beauftragt, will allerdings nicht von einem Alleingang sprechen. "Es ist ja nicht so, dass ich irgendwann einen Kandidaten wie Kai aus der Kiste ziehe", sagte er. Er sei "im ständigen Austausch mit dem Präsidialausschuss" und spreche "mit Leuten aus der Liga".

Für Calmund bleibt Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool trotz dessen Absage "die Ideallösung". Es werde zwar schwer, Klopp umzustimmen, "aber da muss der DFB ein wenig baggern und kämpfen". Der Bundestrainer-Posten wäre für Klopp "ein Ritterschlag, eine Kaiserkrönung", meinte Calmund (72), und "für den gesamten Fußball hervorragend".

Nach dem Saisonende im Mai könne sich Klopp bis zu den Länderspielen im September "von seiner Ulla auf Sylt die Füße massieren lassen. Danach wird ihm sowieso langweilig", scherzte Calmund: "Er alleine kann entscheiden, ob er Bundestrainer werden will. Das gab's zuletzt bei Franz Beckenbauer."