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München - Nach seiner Kehrtwende beim Bundestrainer-Job verdeutlicht Lothar Matthäus seinen Standpunkt - und erklärt, wann er sich die Löw-Nachfolge vorstellen könnte.

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Lothar Matthäus hat sich erneut zu seinem möglichen Interesse an der Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer geäußert und seine teils widersprüchlichen Aussagen der vergangenen Tage erklärt.

"Mein Lebensplan sieht anders aus", sagte Matthäus bei Sky auf den Bundestrainer-Job angesprochen: "Nur: Wenn beim DFB Leute denken, dass ich der Richtige bin, beziehungsweise ich merke, dass die Fans mich auch wollen, dann musst du ja drüber nachdenken, dann musst du ja zumindest drüber sprechen." (ANALYSE: Darum ist Matthäus' Ruf zwiespältig)

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Matthäus als Bundestrainer? Erst nein, dann doch ja

Am vergangenen Wochenende hatte Matthäus bei Sky90 noch gesagt: "Ich habe eine ganz andere Planung und meinen Vertrag (als TV-Experte, Anm. d. Red.) um zwei Jahre verlängert."

Darauf angesprochen, dass ihn sein Ex-Kollege Mehmet Scholl und sein ehemaliger Trainer Ottmar Hitzfeld als Löw-Nachfolger ins Gespräch gebracht hätten, hatte Matthäus damals erklärt: "Natürlich interessiere ich mich für den Fußball und die Nationalmannschaft, aber ich bin mit meinem Leben zufrieden. Das schließe ich aus."

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Im Bild-Podcast Bayern Insider klang das einige Tage später dann allerdings schon ganz anders.

"Der DFB wird entscheiden. Wenn irgendwann die Frage auf mich zukommt vonseiten der Verantwortlichen, musst du dir natürlich trotzdem Gedanken machen", sagte Matthäus da.

Matthäus zieht Vergleich zu Franz Beckenbauer

"Ein Franz Beckenbauer wollte 1984 auch nicht Teamchef werden, sondern hat es im Endeffekt gemacht, auch auf einen gewissen öffentlichen Druck hin", meinte Matthäus, der unter dem "Kaiser" 1990 Weltmeister wurde - und ließ sich nun doch ein Hintertürchen offen. "Wenn ich diesen spüre und er positiv ist, würde ich es mir überlegen."

Daran anknüpfend stellte Matthäus nun am Rande des Bundesliga-Spieltags am Samstag klar, er verspüre "ja auch eine Verpflichtung von mir gegenüber dem Fußball. Aber dass ich jetzt den Job unbedingt, unbedingt brauche, das ganz sicher nicht."

Sollte er jedoch merken, dass er gebraucht werde, dann sei er "da, um zu helfen. Aber dann musst du überzeugt werden, dann müssen die Leute, die entscheiden, auch überzeugt sein - und dann höre ich mir das an, ja."