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Der Bundestrainer öffnet Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng die Tür zur EM 2021 - und nennt die Gründe und das für ihn denkbare Szenario.

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Bringt Joachim Löw das ausgebootete Weltmeister-Trio Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels für die EM 2021 zurück?

Klarer denn je deutet der Bundestrainer an, dass dieser Gedanke eine Rolle in seinen Planungen spielt - und wie das Szenario für den Fall X aussehen soll.

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Thomas Müller und Co. zurück? Löw nennt Gründe

"Wenn man einen Umbruch beginnt, sollte man ihn nie abbrechen und wieder in die völlig andere Richtung gehen", sagte der Bundestrainer am Wochenende in der ARD-Sportschau und betonte: "Es ist aber so, dass uns durch die Pandemie fast ein Jahr gestohlen worden ist. Also kann man sich jetzt wirklich überlegen, ob man so einen Umbruch vielleicht mal unterbricht, wenn es unbedingt erforderlich ist."

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In einem am Montag veröffentlichen Interview mit dem kicker führte Löw seine Vorstellungen mit Blick auf das im Mai 2019 aussortierte Trio näher aus.

Bei den anstehenden WM-Qualifikationsspielen im März wolle er ohne das Weltmeister-Trio "sehen, wie weit wir mit dem Umbruch sind und wie die Mannschaft auf das 0:6 gegen Spanien reagiert". In Bezug auf die am 11. Juni beginnende EM müsse man sich dann "bis Mai darüber im Klaren sein, was notwendig ist, um uns im Turnier den bestmöglichen Erfolg zu erzielen".

Bundestrainer stellt klar: Nach der EM wäre wieder Schluss

Eine abschließende Entscheidung will Löw bei der Nominierung seines EM-Kaders in diesem Monat treffen, sich bis dahin also alle Optionen offen halten.

Auf explizite Nachfrage hin stellt Löw zudem klar, dass eine Comeback-Mission von Müller, Hummels und Boateng (oder nur einem oder zwei von ihnen) auf die EM beschränkt sein soll: "Wenn man den Umbruch bei der WM unterbricht, sollte man ihn nach der EM auf jeden Fall fortsetzen."

Die zu erwartende Kritik, dass er bei einer Rückholaktion als "Umfaller" dastehe, sei ihm "egal", betont Löw.

Ein Problem in der Team-Hierarchie, Konflikte mit jungen Führungsspielern wie Joshua Kimmich und Leon Goretzka, befürchtet Löw ebenfalls nicht: Der Charakter von Thomas Müller und Mats Hummels sei, "dass sie andere in der Führung zulassen und nicht unterdrücken".