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München - Die Diskussion über eine Rückkehr von Hummels, Müller und Boateng in die DFB-Elf ist allgegenwärtig. Geht es nach Neururer, sollte Löw über seinen Schatten springen.

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Es ist eines der meistdiskutierten Themen rund um die Nationalmannschaft. Soll Bundestrainer Joachim Löw Thomas Müller, Mats Hummels und Jérôme Boateng in die DFB-Elf zurückholen?

Nach SPORT1-Informationen steht fest: Eine Rückholaktion von einem Spieler, oder gar allen drei Aussortierten, ist nicht mehr undenkbar! Die Probezeit für die zuletzt getesteten Nationalspieler, so heißt es verbandsintern, ist vorbei.

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Kommt Löw bis zum März 2021, also beim nächsten DFB-Lehrgang zu dem Entschluss, dass Müller, Hummels und Boateng den Kader verstärken, hat er seitens Bierhoff und des DFB-Präsidiums volle Rückendeckung für eine Nominierung der drei Weltmeister von 2014.

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Neururer: "Alle Drei zurückholen"

Geht es nach Peter Neururer, sollte Löw über seinen Schatten springen. "Wenn man das Leistungsprinzip anwendet, musst du alle Drei zurückholen", sagte der 65-Jährige bei SPORT1 vor dem Spiel des BVB in der Champions League gegen Lazio Rom (Champions League: Borussia Dortmund - Lazio Rom, 21 Uhr im LIVETICKER).

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Wenn er sich jedoch auf einen Spieler festlegen müsste, landet die Trainerlegende, die am Mittwochabend als Gast im SPORT1-Fantalk sitzen wird, beim Abwehrchef des BVB: "Hummels, weil wir defensiv große Probleme haben und er von hinten die Mannschaft ordnen kann." (FANTALK zur Champions League am Dienstag ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

Löw-Verbleib? Neururer sieht Entscheidung kritisch

Auch die Entscheidung des DFB, trotz des 0:6-Debakels in der Nations League in Spanien am Bundestrainer festzuhalten, sieht die Neururer kritisch.

"Löw wurde in Ermangelung an Alternativen am Montag das Vertrauen ausgesprochen. Das bedeutet übersetzt, dass man eigentlich kein Vertrauen mehr zu ihm hat", erklärte er und fügte an: "Wer hat schon Lust, unter diesen Strukturen beim DFB zu arbeiten? Bei Ralf Rangnick weiß ich es nicht. Bei Jürgen Klopp kann ich mir nicht vorstellen, dass er seinen Arbeitsplatz bei Liverpool mit dem des Bundestrainers tauschen will."

Zudem gäbe es bei der Auswahl eines Löw-Nachfolgers noch eine weitere Hürde. "Wir hatten ja auch noch nie einen erfolgreichen Vereinstrainer, der Bundestrainer geworden ist. Alle - Vogts, Klinsmann, die Teamchefs Beckenbauer und Völler - hatten nie zuvor erfolgreich einen Verein trainiert", sagte Neururer.

Löw habe den Zeitpunkt zurückzutreten verpasst. Für Neururer hätte der Bundestrainer schon länger nicht mehr im Amt sein dürfen. "Spätestens nach Russland hätte Schluss sein müssen, hätte man ihn beurlauben müssen."