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Bundestrainer Joachim Löw wird sein öffentliches Schweigen nach der 0:6-Schmach in Spanien schon sehr bald brechen. Oliver Bierhoff hat Alternativen im Kopf.

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Oliver Bierhoff hat zugegeben, über Alternativen zu Bundestrainer Joachim Löw nachgedacht zu haben.

"Man muss mit Worten aufpassen. Es ist ein laufender Prozess. Wer glaubt, ich denke erst nach Spanien über Alternativen nach, ist irrsinnig. Natürlich hat man immer etwas im Kopf", erklärte der Direktor des Deutschen Fußball-Bundes am Sonntag bei Sky.

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Auf explizite Nachfrage zu Ralf Rangnick, der zuletzt als Kandidat für Löws Nachfolge gehandelt worden war, sagte Bierhoff: "Ich habe auch mit Ralf Rangnick gesprochen."

Er sei im Januar dieses Jahres zu Löw gefahren und "habe gesagt, dass ich dem Gremium Alternativen vorschlagen muss. Löw hat für so etwas Verständnis. Ich habe aber mit keinem konkret über eine Nachfolge gesprochen", fügte Bierhoff hinzu.

Bierhoff kündigt Löw-Statement an

Darüber hinaus kündigte der 52-Jährige an, dass Löw sein öffentliches Schweigen nach der 0:6-Schmach in Spanien schon sehr bald brechen werde. "Er wird nächste Woche reden, das kann ich garantieren. Dann wird er auch Rede und Antwort stehen", sagte der Ex-Nationalspieler in der Talkshow Sky90.

Bierhoff erwartet dann einen kämpferischen Bundestrainer. "Er hat absolut das Feuer, er hat klare Vorstellungen", sagte er: "Wenn er keine Energie und nach der Niederlage auch keine Wut im Bauch hätte, wäre das schlecht."

Bierhoff sagte, er werde erst dann nicht mehr um Löw kämpfen, wenn er merke, "dass eine Müdigkeit und keine Ideen mehr da sind".

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Bierhoff, der Löw bereits am Freitag in einer Pressekonferenz im Anschluss an die Präsidiumssitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur Löws Zukunft vehement verteidigt hatte, wies auf die internen Abstimmungsprozesse hin, die Zeit benötigten. Ob sich Löw nicht trotzdem schon hätte öffentlich äußern müssen, konnte er auch nicht gänzlich beantworten.

"In dem Moment weiß ich gar nicht mehr, was richtig und falsch ist. Es sind so viele Emotionen drin", sagte der ehemalige Nationalspieler. Etwas Positives zog Bierhoff daraus aber auch: "Dass die Emotionen so hochkochen, zeigt ja auch, dass die Nationalmannschaft eine Bedeutung und Wichtigkeit hat."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)