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München - Robin Gosens scherzt vor seinem Debüt in der Nationalmannschaft über Telefonate mit Ronald Koeman - und verrät seinen Vorteil im Konkurrenzkampf beim DFB-Team.

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Im Nations-League-Spiel gegen Spanien könnte Robin Gosens am Donnerstag in Stuttgart sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft feiern - dabei hätte alles auch ganz anders kommen können.

"Ich habe mit dem Bondscoach, der jetzt kein Bondscoach mehr ist, gesprochen, das war kurz vor dem Gespräch mit Herrn Löw. Ronald Koeman hat versucht, mich von den Niederlanden zu überzeugen", verriet der Linksverteidiger von Atalanta Bergamo im kicker.

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Sogar nach Koemans Wechsel zum FC Barcelona habe sich dieser noch einmal gemeldet und bekräftigt, dass das niederländische Trainerteam ihn weiterhin nominieren würde.

Gosens spricht über Kontakt mit Koeman

"Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich zwar schon für Deutschland entschieden, es war aber trotzdem nett, dass er sich noch mal gemeldet hat", meinte Gosens.

Darauf angesprochen, dass Koeman ihn ja nun nach Barcelona holen könne, scherzte der 26-Jährige: "Das wäre in meinen Augen ein guter Kompromiss."

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Gegenüber seinen Kontrahenten im DFB-Team sieht sich der Neuling aufgrund seiner Fähigkeiten als Allrounder im Vorteil.

"Für mich spricht vielleicht das Gesamtpaket. Ich habe die Qualität, die ganze linke Seite zu übernehmen, dass ich offensiv wie defensiv einen Wert habe", sagte Gosens.

Der Senkrechtstarter vom italienischen Überraschungsteam aus Bergamo gehört zum Auftakt der EM-Saison mit den Nations-League-Spielen gegen Spanien und drei Tage darauf in Basel gegen die Schweiz erstmals zum DFB-Kader.

Das plant Löw mit Gosens

In Marcel Halstenberg fehlt ein Konkurrent für die linke Seite, der Leipziger wird geschont. Jonas Hector (1. FC Köln) wurde nicht nominiert, Nico Schulz von Borussia Dortmund dagegen ist dabei.

"Oft wird den 'Wingbacks', also den offensiveren Außenverteidigern, nachgesagt, dass sie die Defensivarbeit vernachlässigen", sagte Linksfuß Gosens über seine Position: "Ich glaube aber schon, dass ich meine Seite hinten vernünftig zubekomme."

Löw wisse "um meine Offensivqualitäten und sieht mich deshalb vor allem in einem System mit Dreierkette, in dem ich die ganze Seite beackern kann", ergänzte er: "Theoretisch, das hat der Bundestrainer mir gesagt, wäre ich auch für eine Viererkette geeignet. Das habe ich früher in Holland nur gespielt. Ich muss es nicht komplett neu lernen."

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Mit Material des Sport-Informations-Dienstes (SID)