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Joachim Löw hat sich "noch keine konkreten Gedanken" über Nominierungen für die Länderspiele im September gemacht. Er will aber die Belastung im Blick haben.

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Bundestrainer Joachim Löw will der drohenden Terminhatz für seine Nationalspieler mit klugem Personal-Management begegnen.

"Regeneration ist bei uns immer ein wichtiges Thema", sagte Löw der Bild: "Natürlich haben wir stets die Belastung im Blick, gerade auch für die Top-Spieler. Wir werden eine Lösung finden, wenn es so weit ist."

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Dies hält Löws ehemaliger Assistent Hansi Flick auch für dringend geboten. "Wir haben eine ganz besondere Situation, die so vorher noch nie da war. Man kann immer sagen, die (Spieler) müssen das verkraften, das ist immer ein Totschlagargument, aber irgendwann ist der Körper nicht mehr belastbar", sagte der Trainer des FC Bayern München am Freitag. Den Spielern müsse eine Pause zugestanden werden, dies sei auch "ganz im Sinne von Joachim Löw".

Flick fordert "mindestens 14 Tage Urlaub"

Flick schlägt einen gemeinsamen Austausch zur Lösung des Problems vor: "Es wäre wichtig, alle an einen Tisch zu bringen, einen Moderator dazuzuschalten und einen Weg zu finden." Es sei wichtig, dass die Spieler "mindestens 14 Tage Urlaub und zwei Wochen Vorbereitung haben". Viele seien schließlich seit Januar im Training, und hätten bereits "enorm viel Spiele" in den Beinen.

Die Nationalmannschaft soll Anfang September gegen Spanien und in der Schweiz in die neue Saison der Nations League starten - nur wenige Tage nach dem Champions-League-Finale am 23. August in Lissabon.

Weil diese Termine erst am Mittwoch von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bestätigt wurden, "haben wir uns natürlich noch keine konkreten Gedanken über einzelne Nominierungen gemacht", sagte Löw. Er wisse aber, dass sich vor allem die Top-Stars "auch wieder auf Länderspiele freuen".

Fehlen Löw die Bayern-Spieler?

Allerdings nicht deren Bosse. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Bayern München, das auf den Titel in der Königsklasse hofft, hält die UEFA-Pläne für "nicht gut". Teams, die im Europacup weit kommen, "muss man garantieren, dass Spieler mindestens zwei Wochen Urlaub haben", forderte Rummenigge im ZDF. Ansonsten würden "einige dann gar nicht an den Länderspielen teilnehmen können".

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Das wäre für Löw insofern ein Problem, weil die Spiele der Nations League, in der die Ukraine dritter deutscher Gegner ist, einen eigenen Weg zur WM 2022 in Katar öffnen. Diese erreichen aus Europa die Sieger der (noch nicht ausgelosten) zehn Quali-Gruppen sowie drei Mannschaften über die Play-offs. Für diese sind die zehn Gruppenzweiten und zwei Teams aus der Nations League qualifiziert.

Außerdem können über die Nationenliga Punkte für die Setzliste gesammelt werden, die für die Auslosung der WM-Quali-Gruppen als Grundlage dient. Dort liegt die DFB-Auswahl aktuell auf Rang zehn, der gerade noch reichen würde, um als Gruppenkopf gesetzt zu werden.