Jerome Boateng und Mats Hummels bekommen Trost von Nachwuchs nach Ausbootung
Jerome Boateng und Mats Hummels bekommen Trost von Nachwuchs nach Ausbootung © Getty Images
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In seiner Radiosendung spricht Christophe Dugarry dem DFB-Team vor dem Spiel in St. Denis die Qualität ab. Speziell Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller werden kritisiert.

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Es ist der 4. Juli 2014. Deutschland trifft im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Brasilien auf Frankreich. Nach dem zähen Weiterkommen gegen Algerien hat das DFB-Team gewaltigen Respekt vor den jungen Franzosen.

Mats Hummels sorgt aber bereits in der 13. Minute per Kopf für den Führungstreffer und diese Führung bleibt bis zum Ende bestehen. "Der Traum der Bleus ist deutlich an einer effizienteren Mannschaft zerschellt. Spiele gegen Deutschland scheinen immer in einer Sackgasse zu enden", titelt anschließend die L’Equipe.

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Vier Jahre später hat Frankreich den Weg aus der Sackgasse herausgefunden, und das bereits vor dem 2:1-Erfolg von St. Denis am Dienstagabend

Scharfe Kritik an Hummels und Boateng

Den Hauptgrund sieht Christophe Dugarry darin, dass es Deutschland schlicht und ergreifend an Qualität mangelt. Vor allem besagten Hummels und seinen Nebenmann Jerome Boateng sieht der Weltmeister von 1998 mehr als kritisch.

In seiner Radiosendung bei Radio Monte Carlo machte Dugarry jetzt Äußerungen, die Verbal-Fouls gleichkommen: "Sie rennen einfach nicht. Wenn ich mir Boateng anschaue – er hat Holzbeine. Hummels genauso", sagte er.

Aber nicht nur die Defensive bekommt ihr Fett weg, auch die Offensive kritisiert der 55-malige Nationalspieler. "Wie kann ein Thomas Müller heute noch Teil der deutschen Nationalmannschaft sein? Seit vier oder fünf Jahren ist der Junge nicht gut. Um nicht zu sagen miserabel!"

Verantwortlich dafür ist ein aus seiner Sicht typisch deutsches Problem. Diese Spieler "haben eine enorme mediale Macht, die es ihnen erlaubt, immer noch Stammspieler beim FC Bayern München und in der Nationalmannschaft zu sein, obwohl sie dafür nicht mehr das Niveau haben."

Dugarry: Löw macht es sich zu einfach

Joachim Löw habe demnach nicht die Absicht, diese Spieler auszusortieren, da er lieber den einfachen Weg gehe.

Als Folge dessen werde der nötige Umbruch verschlafen, obwohl junge, talentierte Spieler vorhanden seien. "Genau diese Jungen haben beim Confed Cup 2017 geglänzt – und waren dann wieder abgemeldet", erklärte Dugarry. In Paris hatte Löw allerdings dann unter anderem in Leroy Sane, Serge Gnabry, Thilo Kehrer junge Spieler von Beginn an aufgeboten.