Sinsheim - Der Bundestrainer findet zwar lobende Worte für Nico Schulz. Restlos überzeugt hat ihn der Linksverteidiger bei seiner Premiere trotz des Siegtores aber offenbar nicht.

von Martin van de Flierdt

Bundestrainer Joachim Löw hat Linksverteidiger Nico Schulz nach dessen Länderspielpremiere beim 2:1-Erfolg gegen Peru in Sinsheim Mut für die nächsten Aufgaben gemacht, dabei aber gleich mehreren Konkurrenten des Hoffenheimers Einsätze in Aussicht gestellt.

Das Spiel habe "natürlich" gezeigt, dass Schulz noch reifen müsse, sagte Löw nach dem Einstand des 25-Jährigen. Schulz hatte beim Gegentor durch Luis Advincula nicht gut ausgesehen, aber in der Schlussphase den 2:1-Siegtreffer erzielt.

"Es ist nicht ganz so einfach im ersten Länderspiel. Da ist der Spieler immer ein bisschen nervös", erklärte Löw.

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"Er hat das Tor glücklich gemacht, ich freue mich für ihn. Beim Gegentor kann er den Ball wegschlagen. Aber mit seiner Leistung insgesamt, seinem Engagement bin ich zufrieden."

Schulz strahle mit seiner Spielweise Dynamik aus. "Ich glaube, dass er sich bei uns gut einfinden kann die nächsten Spiele."

Max und Halstenberg auf Löws Zettel

Das heißt jedoch nicht, dass Schulz zwingend erste Wahl auf der linken Abwehrseite sein wird.

"Auf den Außen muss man ein bisschen variieren, das hängt vom Gegner ab", sagte Löw. "Mit Matthias Ginter, Nico Schulz, Jonas  Hector, Marcel Halstenberg, vielleicht auch Philipp Max von Augsburg, der ein gutes letztes Jahr hatte."

Beim torlosen Remis gegen Frankreich hatte zudem Antonio Rüdiger als Linksverteidiger einen ordentlichen Eindruck gemacht. WM-Fahrer Marvin Plattenhardt war von Löw nicht für den Neubeginn nominiert worden.