Kuriose Marketingaktion: Zweitligist SV Sandhausen bietet für jede Trikotbestellung ein DFB-Dress gratis oben drauf © SV Sandhausen/Twitter

München - Zweitligist Sandhausen wartet mit einer kuriosen Trikotaktion auf: Fans, die ein Trikot des Klubs ordern, bekommen ein DFB-Dress obendrauf. Der Ansturm überfordert die Technik.

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Eine Stunde hielt er dem Ansturm stand, dann brach im Fanshop des SV Sandhausen der Server zusammen. Überfordert von der hohen Nachfrage auf die neueste Trikotaktion des Klubs.

Der Zweitligist verramscht auf seiner Homepage offizielle Deutschland-Trikots. 

Der Deal für Interessenten: Wer das neue Heimspiel-Dress des SVS ordert, bekommt gratis ein Trikot der DFB-Auswahl dazu. 

Klar, dass da die große Nachfrage nicht lange ausblieb. Am Freitagnachmittag ging nichts mehr. Der Verein nahm nur noch Bestellungen per E-Mail entgegen. 

Doch wie kam es überhaupt zu der Aktion?

Sandhausen bleibt auf 500 DFB-Trikots sitzen

Sandhausen hatte vor der WM von einem lokalen Händler einen größeren Satz Trikots geordert und wollte die an seine Fans weiter verkaufen. Was durchaus gängige Praxis ist bei Profiklubs. 

Als ursprünglichen Verkaufspreis hatten die Sandhäuser 69,95 Euro festgesetzt. Doch der Absatz stockte. Also ließen sich die Marketing-Strategen einen Kniff einfallen.

Geschäftsführer Dag Heydecker erklärt bei SPORT1: "Für jedes Tor, das Deutschland bei der WM erzielt, sollte der Preis um zehn Euro sinken."

Solange der Vorrat eben reicht. Wer zu spät kommt, hat eben Pech gehabt. 

Problem: Viele Treffer brachte das DFB-Team nicht zustande, schied zu allem Überfluss noch in der Vorrunde aus. Und Sandhausen blieb auf einem Bestand von 500 Resttrikots sitzen. 

Also traten die Marketing-Strategen ein weiteres Mal zusammen und weiteten den Trikotverkauf zu einer Ramschaktion raus. 

Ein Deutschland-Trikot für jede Bestellung eines Sandhausen-Dress. Dieser Lockruf zeigte Wirkung. 

Eine Stunde, nachdem der Aufruf in der Welt war, funkte der Klub über Twitter SOS. 

Gemessen an dem spontanen Ansturm dürften Heydecker und Co. ihr Sortiment bis zum Freitagabend auch per Mail losgeworden sein.