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Die "Causa Özil" lässt den DFB nicht los. Jetzt kritisiert die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag die DFB-Führung für ihr Verhalten.

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Nachdem DFB-Präsident und CDU-Politiker Reinhard Grindel Mesut Özil zu einer Äußerung zur Erdogan-Affäre aufgefordert hat, meldet sich nun auch eine hochrangige SPD-Politikerin zu dem heiklen Thema zu Wort.

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, fürchtet um die gesellschaftspolitische Bedeutung der deutschen Nationalmannschaft.

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"Der Umgang mit der Causa Özil/Gündogan hat das Potenzial zu gefährden, was diese Nationalmannschaft in den letzten Jahren zu Recht auch verkörpert hat: Integration kann gelingen. Auch oder vor allem im Sport", sagte Freitag. Die Angelegenheit sei "dermaßen verfahren, dass es nur noch Verlierer geben kann: Özil, Verband und die Gesellschaft".

Die SPD-Politikerin kritisierte in diesem Zusammenhang die Verantwortlichen im Deutschen Fußball-Bund (DFB). "'Wenn jemand nach einem Rückweg sucht, soll man helfen', hatte Bundespräsident Steinmeier in einem Interview der Zeit zum Fall Gündogan und Özil gesagt. Ob der DFB Özil gerade eine Brücke baut, über die beide zu gehen bereit sind, erscheint mir zumindest zweifelhaft", sagte Freitag.

Sie halte es für "fatal, dass die Kommunikation zurzeit einseitig über die Medien läuft. Ein Spieler, der schweigt, ein Verband, dessen Spitze redet und sich auch noch missverstanden fühlt". Damit bezog sich Freitag auf Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff, der zuletzt wegen Äußerungen bezüglich Özil in einem Interview mit der Welt zurückgerudert war.

Auch DFB-Präsident Grindel nimmt Bierhoff in die Pflicht. Er erwarte personelle Veränderungen, vor allem im Betreuerstab der Nationalmannschaft. Dem pflichtete Ex-DFB-Mediendirektor Harald Stenger im CHECK24 Doppelpass bei. Er rechne damit, dass Joachim Löws Co-Trainer Thomas Schneider entlassen werde.

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