Das frühe WM-Aus der Nationalelf erhitzt weiter die Gemüter. Auch die Personalie Joachim Löw wird heiß diskutiert. Nun greift der DFB zu drastischen Maßnahmen.

von Milena Belogortseva

In der DFB-Zentrale in Frankfurt wird das WM-Desaster aufgearbeitet. Trainer Joachim Löw bespricht zwei Tage lang mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, Manager Oliver Bierhoff und weiteren Mitgliedern der deutschen Nationalmannschaft sämtliche Probleme. 

Die Entscheidung mit Joachim Löw in der Trainerposition unangetastet weiterzumachen, wird jedoch nicht von allen DFB-Mitgliedern unterstützt. So sagte Sachsens Verbands-Boss Hermann Winkler in der ARD: "Warum diese Vertragsverlängerung gemacht werden musste, erschließt sich uns nicht." Auch Brandenburgs Chef Siegfried Kirschen teilt diese Meinung. 

Maulkorb für Mitarbeiter

Nach diesen Aussagen verschickte der DFB nun eine spezielle Bitte: Die regionalen Chefs sollen zu den Themen Löw und Nationalmannschaft schweigen. Der Maulkorb sieht vor, nicht auf Medienanfragen zu reagieren und keine Stellungnahmen abzugeben, das berichtet die Bild-Zeitung. Es werde bei einer Konferenz der Verbandsvorsitzenden Gelegenheit geben, diese Themen zu diskutieren, hieß es in einem internen Schreiben.