DFB Unveils Ambassador For Diversity
DFB Unveils Ambassador For Diversity © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten

DFB-Präsident Reinhard Grindel sieht kein Problem in den rückläufigen Zuschauerzahlen bei Länderspielen. Den Confed Cup sieht er vor dem Aus.

Anzeige

Für DFB-Präsident Reinhard Grindel sind die rückläufigen Zuschauerzahlen bei Länderspielen des Weltmeisters (noch) kein Problem.

"Gegenargument: Die Einschaltquoten sind sehr stabil. Wenn es um ein Überangebot des Fußballs ginge, müssten auch die Quoten sinken", sagte der 55-Jährige der FAZ: "Tatsache ist aber auch, dass neben Terminfragen wie Ferienzeiten bei manchen Länderspielen die Konkurrenz mit internationalen Spielen der Vereine vor Ort, etwa in Dortmund und Mönchengladbach, sehr groß war für ein Freundschaftsspiel."

Anzeige

Selbst der Klassiker gegen England Ende März in Dortmund (1:0) war nicht ausverkauft. Für das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino am Samstag (ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) in Nürnberg sind noch etliche Karten zu haben.

"Die Qualifikationsspiele sind weiter sehr gut besucht. Wenn man in Regionen geht, wo kein oder kaum internationaler Fußball gespielt wird, wenn es bei einem Länderspiel um etwas geht oder ein namhafter Gegner kommt, dann kommen die Zuschauer auch", sagte Grindel.

"Deswegen wollen wir dort künftig auch häufiger mit der Nationalelf auftreten. Die spanische Nationalmannschaft spielt mittlerweile auch in Alicante oder Gijon. Gerade bei Testspielen ist es für alle schwer, Zuschauermassen zu mobilisieren."

Grindel für Abschaffung des Confed Cups

Der Confed Cup könnte in Russland (17. Juni bis 2. Juli) zum letzten Mal in dieser Form ausgetragen werden. "Mir fehlt die Phantasie, wie der Confed Cup 2021 in Katar in den Rahmenterminkalender passen sollte", sagte Grindel und plädierte klar dafür, "den Confed Cup abzuschaffen". Grindel sitzt im Council des Weltverbandes FIFA.

Die Mini-WM, zu der die deutschen Weltmeister in diesem Jahr nur mit einem B-Team anreisen, wird vor allem von den großen Fußball-Nationen kritisch hinterfragt.

"Ich glaube, die FIFA ist gut beraten, sich auf ihr Premiumprodukt zu konzentrieren: Und das sind die Weltmeisterschaften für Männer und Frauen", sagte Grindel, der auch gegen die Aufstockung der Klub-WM ist: "Die FIFA sollte ihre Organisationskraft nicht an den Confed Cup oder die Klub-WM verschwenden."