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München - Leipzigs Dayot Upamecano wird von BVB-Brecher Erling Haaland im Pokalfinale düpiert, SPORT1-Experte Olaf Thon übt Kritik. Auch Julian Nagelsmann müsse noch lernen.

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Im Sommer wechseln Trainer Julian Nagelsmann und sein Abwehrchef Dayot Upamecano von RB Leipzig zum FC Bayern - beim 1:4im Pokalfinale gegen den BVB haben beide noch Lehrgeld bezahlt. (BERICHT: Historisches BVB-Duo schießt Leipzig ab)

Gerade an Upamecano übte SPORT1-Experte Olaf Thon in der DFB-Pokal-Analyse Kritik.

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Beim 2:0 für Borussia Dortmund durch Erling Haaland habe sich der 22 Jahre alte Franzose vom BVB-Sturmtank zu leicht aus dem Weg räumen lassen. (EINZELKRITIK: Upamecano noch nicht in Bayern-Form)

"Man sieht in dieser Situation, dass Upamecano noch nicht so weit ist. Er ist noch nicht reif genug und lässt sich da abkochen wie ein Amateurspieler. Das gab es jetzt mehrfach in besonderen Spielen", monierte der dreimalige deutsche Meister: "Er verlässt sich zu sehr auf seine Körperkraft, aber es gibt immer einen anderen, der stärker ist, als man denkt." (BERICHT: Sancho und Haaland doppelt historisch)

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Thon: Upamecano bald "einer der besten Verteidiger der Welt"

Auch im Aufbauspiel habe Upamcano Schwächen gezeigt, Pässe zu scharf oder zu riskant gespielt, kritisierte der Weltmeister von 1990. (Service: Spielplan & Ergebnisse des DFB-Pokals)

Thon, der in der Bundesliga für Bayern und Schalke spielte, ist aber sicher: "Er wird daraus lernen und bei Bayern München solche Fehler nicht mehr machen. Er hat so viel Qualität und bringt einer Mannschaft so viel, dass man solche Dinge in jungen Jahren in Kauf nehmen muss. Er wird daran wachsen."

Genau deshalb legt sich der SPORT1-Experte bei Upamecano auch fest: "Das ist mit Sicherheit für die Zukunft einer der besten Verteidiger der Welt."

Nagelsmann? "Junger Trainer, der noch viel lernen wird und auch muss"

Bei Nagelsmann tritt Thon noch auf die Euphoriebremse.

"Ein Trainer, der noch keinen Titel geholt hat, ist noch kein Weltklasse-Trainer. Er geht jetzt zu Bayern und wird jetzt langsam dort hin kommen", sagte der UEFA-Pokal-Sieger von 1997: "Jetzt ist Nagelsmann ein sehr guter Trainer."

Der CHECK24 Doppelpass mit Kevin Großkreutz, Patrick Helmes und Friedhelm Funkel am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Für die Ausbootung von Angelino für das Finale zeigte Thon Verständnis, gab aber auch zu bedenken: "Wenn man solche Probleme am Ende einer Saison hat, dann ist vorher schon lange was schiefgelaufen." Darum ist für den Ex-Bayern Spieler klar: "Julian Nagelsmann ist ein junger Trainer, der noch viel lernen wird und auch muss. Dazu ist er auch bereit."

Als Vorbild nennt Thon den aktuellen FIFA-Welttrainer: "Man kann als junger Trainer auch versagen - Jürgen Klopp ist mit Mainz einige Male nicht aufgestiegen, hat in der Zweiten Liga einen großen Vorsprung verspielt, und wurde trotzdem einer der weltbesten Trainer. Nagelsmann hat jetzt mit Bayern die Chance, viele Titel zu gewinnen."