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Bremen - RB Leipzig steht im Finale des DFB-Pokals. In einem echten Pokal-Krimi ringt das Team von Julian Nagelsmann Werder Bremen in der Verlängerung nieder.

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Happy End im Pokal-Drama: Julian Nagelsmann darf weiter davon träumen, sich mit einem Titel aus Leipzig zu verabschieden.

Das Team des baldigen Bayern-Coaches setzte sich nach einem waschechten Pokalfight bei Werder Bremen mit 2:1 (0:0) nach Verlängerung durch. RB Leipzig steht damit zum zweiten Mal nach 2019 im Endspiel in Berlin. (Der Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Trotz der Niederlage dürfte Florian Kohfeldt nach der engagierten Leistung seiner Mannschaft an der Weser weiterarbeiten. Für den 38-Jährigen war das schwierige Duell nach sieben Liga-Niederlagen in Serie zum Endspiel um seinen Job ausgerufen worden.

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"Die Jungs haben heute extrem für ihn gekämpft", lobte Nagelsmann die Bremer nach der Partie in der ARD

Auch Werders Davie Selke zeigte sich bei Sky stolz: "Riesenrespekt an die Jungs, ans ganze Team drumherum. Wenn man sieht, aus was für einer Phase wir kommen, dann so eine Reaktion zu zeigen, gegen so einen starken Gegner, das ist nicht selbstverständlich! Fakt ist, dass wir heute unbedingt was zeigen wollten, ganz ganz nah dran waren am Finaleinzug. Jetzt sind wir erstmal mega enttäuscht."

Forsberg schießt Leipzig nach Berlin

Die Treffer der Joker Hee-Chan Hwang (93.) und Emil Forsberg (120.+1) bescherten dem Favoriten den umjubelten Erfolg. Den Gegner für das Endspiel am 13. Mai im Olympiastadion ermitteln am Samstag Vizemeister Borussia Dortmund und Zweitligist Holstein Kiel. Leonardo Bittencourt (105.+1) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. (Service: Spielplan & Ergebnisse des DFB-Pokals)

Emil Forsberg erzielt in der 121. Spielminute den Siegtreffer für Leipzig
Emil Forsberg erzielt in der 121. Spielminute den Siegtreffer für Leipzig © Imago

"Das ist fantastisch. Wir haben nicht gedacht, dass es so spannend wird. Es war ein Abnutzungskampf", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff in der ARD und legte gleich noch eine Ansage nach: "Wir werden jetzt nach Berlin fahren, um etwas mitzubringen."

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Vor der Partie war es bei beiden Klubs turbulent zugegangen. Leipzig verkündete den Abgang von Nagelsmann für eine Rekordablöse zu Bayern München zur neuen Saison und verpflichtete Jesse Marsch (RB Salzburg) als Nachfolger. Bei Werder erhielt Kohfeldt in einer vieldiskutierten Entscheidung von Geschäftsführer Frank Baumann erst nach einem Zögern das Vertrauen für den Pokalkracher.

Mit Anpfiff im Weserstadion zählte aber nur noch die Chance auf das Finale. Werder, zum 23. Mal in der Runde der letzten Vier, war darauf bedacht, nicht erneut so früh wie beim 1:4 im Bundesliga-Duell vor drei Wochen ins Hintertreffen zu geraten und setzte auf viel Körperlichkeit. Das Vorhaben ging im ersten Durchgang auf. 

Turbulente Verlängerung in Bremen

Leipzig gelang es kaum, das spielerische Vermögen in Chancen umzumünzen. Ein gefährlicher Kopfball von Alexander Sörloth, stark pariert von Jiri Pavlenka, bildete die Ausnahme (4.). Die Großchance zur Führung in der 29. Minute hatte dann aber Werders US-Amerikaner Josh Sargent. Nach einem langen Ball setzte sich der 21-Jährige stark gegen Dayot Upamecano durch, schoss den Ball aber unbedrängt am Tor vorbei. Glück für RB.

Werder war jetzt drin und bekam kurz vor der Halbzeit von Schiedsrichter Manuel Gräfe einen Foulelfmeter zugesprochen, den er jedoch nach Ansicht der Fernsehbilder zurücknahm. Davie Selke hatte im Zweikampf mit Nordi Mukiele aktiv eingefädelt. Mit der kniffligen, aber korrekten Entscheidung ging es in die Pause.

Der CHECK24 Doppelpass mit Nagelsmann-Berater Volker Struth und Lena Goeßling am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Leipzig kam stärker aus der Kabine und erhöhte die Intensität und das Tempo in den Kombinationen. Die Bremer stemmten sich dagegen, doch RB wurde zwingender. Nach einer Ecke setzte Verteidiger Willi Orban einen Kopfball an die Latte, danach rettete Werders Jean-Manuel Mbom mit großem Einsatz (66.).

Das Duell entwickelte sich mit Anbruch der Schlussphase zu einem packenden Pokalfight, in dem beide Teams auf den Lucky Punch hofften. Der eingewechselte Christopher Nkunku traf für Leipzig aber nur den Pfosten (78.), in der Nachspielzeit vergab Joker Yussuf Poulsen doppelt.

Kohfeldt machte sein Team in der Pause zur Verlängerung noch einmal lautstark heiß, doch dann schlug der Favorit eiskalt zu. Nach einem Fehler von Upamecano glich Werder aus, Forsberg setzte nach Vorarbeit von Hwang den Schlusspunkt für Leipzig.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)