Während Florian Neuhaus (l.) enttäuscht, wusste Ramy Bensebaini beim Pokal-Aus Gladbachs zu überzeugen
Während Florian Neuhaus (l.) enttäuscht, wusste Ramy Bensebaini beim Pokal-Aus Gladbachs zu überzeugen © Imago
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München und Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach scheitert im DFB-Pokal am BVB. Viele Spieler lassen in Hälfte 2 nach - doch es gibt auch wenige Lichtblicke. Die SPORT1-Einzelkritik.

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Bitteres Pokal-Aus für Borussia Mönchengladbach!

Die Gladbacher unterlagen im Viertelfinale des DFB-Pokals im Borussen-Duell mit 0:1 gegen Borussia Dortmund. (DFB-Pokal: Spielplan und Ergebnisse)

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Auf Gladbachs Seite enttäuschten viele Leistungsträger - vor allem nach einer ordentlichen ersten Hälfte war von vielen im zweiten Durchgang so gut wie nichts mehr zu sehen.

Die SPORT1-Einzelkritik. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

TOBIAS SIPPEL: Der Pokal-Schlussmann der Gladbacher zeigte reichlich Selbstvertrauen, als er Marco Reus nach knapp 20 Minuten lässig austanzte. Ansonsten war Sippel in der ersten Hälfte weitgehend beschäftigungslos, seine längeren Abspiele allerdings oft zu ungenau. Beim Gegentor war der 32-Jährige machtlos. In der Schlussphase hielt er stark, als BVB-Topstürmer Erling Haaland alleine auf ihn zulief. SPORT1-Note: 3

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STEFAN LAINER: Der Österreicher kämpfte anfangs mit den Platzbedingungen, so versprang ihm hin und wieder der Ball bei Flanken. Defensiv agierte er von Beginn an sehr solide, ließ wenig zu. In der zweiten Hälfte traute er sich auch offensiv mehr zu. Sein Dropkick in der letzten Sekunde der Nachspielzeit segelte aber knapp über das Tor. SPORT1-Note: 3

MATTHIAS GINTER: Gegen sich in der ersten Hälfte immer wieder zurückziehende Dortmunder hatte der Abwehrchef viele Ballkontakte und versuchte sich am Spielaufbau. Abgesehen von ein paar guten Wechseln auf die Außen bekam man von ihm aufgrund fehlender Anspielstationen aber vor allem Querpässe zu sehen. Vor dem vermeintlichen 0:1 mit unnötigem Dribbling in der BVB-Hälfte - zu seinem Glück wurde das daraus entstehende Gegentor aber aberkannt. SPORT1-Note: 3,5

Alle Video-Highlights des DFB-Pokals in der SPORT1-Mediathek und in der SPORT1 App 

NICO ELVEDI: Kein guter Abend für den Schweizer, der sich gleich zu Beginn einen missglücken Befreiungsschlag leistete, der aber folgenlos blieb. Nach einer guten halben Stunde ließ er sich im Sprintduell von Haaland düpieren und hatte Glück, dass der Norweger den Ball nicht richtig traf. Beim Gegentor war er wie viele andere Gladbacher weit aufgerückt und konnte daher Sancho beim Torabschluss nicht mehr entscheidend stören. Kurze Zeit später verlor er noch einmal ein Sprintduell mit Haaland klar, der aber erneut nicht traf. Bei der folgenden Ecke sorgte er schon wieder für Gefahr im Gladbacher Strafraum, als er Lainer aus kurzer Distanz abschoss. SPORT1-Note: 4,5

RAMY BENSEBAINI: Der auffälligste Gladbacher an diesem Pokalabend. Der Algerier agierte hinten aufmerksam und sorgte vorne mit einigen genialen Abspielen für Gefahr. Nach der Pause rettete Bensebaini erst bei einem Schuss von Dahoud und klärte danach gegen Reus. Einen strammen Schuss von ihm parierte Hitz kurze Zeit später stark. In der Schlussphase kam aber wieder der Hitzkopf in ihm durch: Erst kam er Jude Bellingham nach einigen bösen Worten bei dessen Auswechslung sehr nahe - dann sorgte er für Aufregung, nachdem er durch seine heftige Reaktion nach einem Foul an ihm eine kleine Rudelbildung auslöste. SPORT1-Note: 2,5

CHRISTOPH KRAMER (bis 76.): Der Weltmeister von 2014 versuchte das Spiel anzukurbeln, aber gegen gut stehende Dortmunder fiel ihm dies sichtlich schwer. Kurz vor der Pause bot sich nach guter Balleroberung im Mittelfeld endlich die Gelegenheit, doch sein schlampiger Pass auf Hofmann vereitelte eine gute Chance. In der zweiten Hälfte agierte Kramer weitgehend unauffällig. SPORT1-Note: 4

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FLORIAN NEUHAUS: In der ersten Hälfte war das Mittelfeld-Talent kaum zu sehen, hin und wieder verdribbelte er sich. Seine auffälligste Szene hatte Neuhaus ausgerechnet vor dem einzigen Treffer des Tages, der nach seinem fatalen Ballverlust entstand. Erst nach dem Gegentor fand er besser ins Spiel - doch wirklich gefährliche Szenen konnte er nicht mehr kreieren. SPORT1-Note: 5

JONAS HOFMANN (bis 68.): Neben Bensebaini vor allen in Hälfte eins einer der aktiveren Spieler bei Gladbach. Der Nationalspieler setzte gleich zweimal Thuram gefährlich in Szene, der aber nichts daraus machte. Hofmann half auch hinten aus und klärte nach knapp 35 Minuten mit einer Grätsche gegen Reus zur Ecke. In der zweiten Hälfte tauchte er zunehmend ab und wurde schließlich ausgewechselt. SPORT1-Note: 3

LARS STINDL (bis 76.): Der erfahrene Mittelfeldspieler versuchte es in der Anfangsphase mit einem Fernschuss, der aber in den Armen von BVB-Keeper Marwin Hitz landete. Nach einer guten halben Stunde sah er zu Recht Gelb nach einem Foul an Mats Hummels. Konnte der Partie nicht seinen Stempel aufdrücken und wurde schließlich ohne gefährliche Torszene ausgewechselt. SPORT1-Note: 4

MARCUS THURAM (bis 76.): Zweifelsohne in der ersten Hälfte ein Aktivposten im Gladbacher Spiel, allerdings ein glückloser. Hatte bereits in der zweiten Minute die größte Chance der Gladbacher im ganzen Spiel, die er aber liegen ließ. Auch etwas später folgte nur eine harmlose Rückgabe auf Hitz. In der Nachspielzeit machte der Franzose vor dem Tor endlich einmal alles richtig. Zu seinem Pech stand er aber zuvor minimal im Abseits, weshalb sein Treffer nicht anerkannt wurde. In der zweiten Hälfte wie viele seiner Gladbacher Kollegen deutlich unauffälliger. SPORT1-Note: 3,5

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ALASSANE PLÉA: Der Franzose baute in der zweiten Hälfte weniger ab, was aber vor allem daran lag, dass er bereits in Hälfte eins kaum zu sehen war. Spielte zumindest einen guten Pass auf Thuram in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, der aber knapp im Abseits stand. Ansonsten versuchte es Gladbachs Torjäger zwar immer wieder mit Abschlüssen - diese wurden aber entweder geblockt oder entpuppten sich als harmlose Rückgaben. SPORT1-Note: 5

DENIS ZAKARIA (ab 68.): Machte mit einem gefährlichen Schlenzer kurz vor Spielende auf sich aufmerksam. Sein Selbstbewusstsein stieg dabei so sehr, dass er es danach aus großer Entfernung erneut versuchte. Der Ball flog aber deutlich am Tor vorbei. Kam zu spät für eine Bewertung. 

VALENTINO LAZARO: (ab 76.): Sollte auch mit Standards für Gefahr sorgen, was ihm aber kaum gelang. Kam zu spät für eine Bewertung.

HANNES WOLF (ab 76.): Auch er konnte dem Spiel keine Wende mehr geben. In der Nachspielzeit hätte er für große Gefahr sorgen können - doch er blieb mit seinem Dribbling im Strafraum hängen und konnte deshalb nur einen folgenlosen Eckball herausholen. Kam zu spät für eine Bewertung.

BREEL EMBOLO (ab 76.): Leistete sich durch ein unnötiges Dribbling einen gefährlichen Ballverlust, der dem BVB die riesige Chance auf das 2:0 ermöglichte. Zu seinem Glück konnte Haaland diese jedoch nicht nutzen. Kam zu spät für eine Bewertung.