Lesedauer: 2 Minuten

Bayern-Schreck Holstein Kiel hat durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Darmstadt 98 das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht.

Anzeige

Bayern-Schreck Holstein Kiel hat im DFB-Pokal seinen Siegeszug fortgesetzt und zum dritten Mal das Viertelfinale erreicht. Die Norddeutschen gewannen gut drei Wochen nach ihrem Zweitrunden-Coup gegen Triple-Gewinner Bayern München auch das Zweitliga-Duell des Achtelfinals mit Darmstadt 98 und ihrem Ex-Trainer Markus Anfang wiederum im Elfmeterschießen 7:6. Nach 120 Minuten hatte die Begegnung 1:1 (1:1, 0:0) gestanden.

Zuletzt hatte Kiel 2012 im Pokal-Wettbewerb in der Runde der besten Acht gestanden. Darmstadt hingegen muss weiter auf seine erste Viertelfinal-Teilnahme seit 1987 warten.

Anzeige

Simon Lorenz erzielte im neunten Elfmeter-Durchgang nach Darmstadts drittem Fehlschuss durch Tim Skarke den entscheidenden Treffer für die Gastgeber. Nach Kiels erster Führung durch Janni-Luca Serra (58.) hatte Serdar Dursun kurz nach Einwechslung vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung für die Lilien erzwungen.

Auf beiden Seiten war angesichts der Bedeutung des zweiten Duells binnen zehn Tagen zunächst Sicherheit Trumpf. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, zumal die Abwehrreihen beider Teams stabil agierten und keine ernsthaften Lücken offenbarten. Entsprechend waren Torchancen Mangelware.

Nach der Führung der Platzherren, die das Punktspiel gegen die Lilien am vorvergangenen Wochenende in Darmstadt 2:0 für sich entschieden hatten, entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einem offeneren Schlagabtausch. Die Gäste drängten zur Verhinderung des K.o. zwangsläufig immer stärker auf den Ausgleich, während Kiel über Entlastungsangriffe die Entscheidung herbeiführen wollte. Allerdings waren die Bemühungen der Störche meistens zu harmlos, um Darmstadts Tor in Gefahr zu bringen. Bei Dursuns Ausgleichstreffer machte Holstein-Keeper Ioannis Gelios, der gegen München noch zu Kiels Matchwinnern gehört hatte, keine gute Figur.

Die Verlängerung war vom Kräfteverschleiß beider Teams gekennzeichnet. Die seltenen Möglichkeiten nach Konzentrationsfehlern in den Defensiven waren jedoch auf Kieler wie auch Darmstädter Seite nicht zwingend genug.