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München - Der Vorstandsboss des FC Bayern erläutert in einem Interview, wie sich die UEFA künftig offenbar die Endphase der Champions League vorstellt.

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Karl-Heinz Rummenigge hat verraten, dass die UEFA konkret an einer Reform der Endphase der Champions League arbeitet.

"Grundsätzlich war es wahrscheinlich der größte Thrill, den die Champions League je erlebt hat", sagte der Vorstandsboss des FC Bayern in einem Interview mit FC Bayern.tv live, das kurz vor der Partie des Rekordmeisters im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel (DFB-Pokal: Holstein Kiel - FC Bayern München, Mi., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) ausgestrahlt wurde, in Anspielung auf das Finalturnier der europäischen Königsklasse im vergangenen Sommer.

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"Du spielst in einem K.o.-System, the winner takes it all. Der Verlierer, der sonst eine zweite Chance in einem Rückspiel erhalten hätte, ist draußen."

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Das derzeitige K.o.-System der Champions League solle zwar erhalten bleiben. "Was man überlegt, ist, dass man eine 'Week of Football' macht", führte der Bayern-Lenker weiter aus.

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"Das würde bedeuten, dass man die beiden Halbfinals und das Finale in einer Stadt spielt, wie das in Lissabon passiert ist, um dann ein bisschen nach dem Vorbild des Super Bowl in Amerika eine große Fußballattraktion auf Klubebene zum Saisonende stattfinden zu lassen."

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Vor allem aber hält Rummenigge die Gruppenphase des Wettbewerbs für reformbedürftig.

Rummenigge: Gruppenphase fängt an, langweilig zu werden

"Die Gruppenphase fängt an, ein bisschen langweilig zu werden. Sie hat sechs Spiele, und in diesem Jahr waren wir zum wiederholten Mal nach dem vierten Spieltag schon qualifiziert", meinte der 65-Jährige. "Und alles, was ich jetzt höre aus Kreisen der UEFA, ist, dass sie (die UEFA, Anm. d. Red.) versucht, diese Gruppenphase attraktiver zu machen. Das wird den Leuten gefallen, davon bin ich überzeugt." 

Auch zur erhöhten Beanspruchung der Münchner Profis durch die anstehende Klub-WM nahm Rummenigge Stellung. 

"Jeder Einzelspieler hat eine Mega-Belastung in diesem Jahr", stellte der ehemalige Nationalmannschaftskapitän klar. Doch der "Trainer und viele Spieler sind zu mir gekommen und haben gefragt: 'Kannst du bitte mit Gianni Infantino (FIFA-Präsident, Anm. d. Red.) sprechen, dass die Klub-WM stattfindet?' Normalerweise war die ja abgesagt."

Rummenigge setzt sich bei Infantino für Klub-WM ein 

Er habe ein bekanntermaßen gutes Verhältnis zu Infantino. "Ich habe gesagt: 'Gianni, es ist der große Wille des FC Bayern, insbesondere der Spieler und des Trainers, dass dieses Turnier stattfindet.' Jetzt findet es statt, dank der Zustimmung der FIFA und ihrer organisatorischen Möglichkeiten."

Die Münchner könnten nun sechs Titel in einer Saison gewinnen, was bislang nur dem FC Barcelona im Jahr 2009 gelungen ist.

"Die Mannschaft will Geschichte schreiben", erklärte Rummenigge dazu. "Sie will als wahrscheinlich die erfolgreichste, beste Mannschaft des FC Bayern in die Erfolgsgeschichte des Klubs eingehen. Ich finde das gut und habe das vom ersten Tag an unterstützt."