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München - Bayerns Innenverteidiger David Alaba steht vor einem Wechsel und befindet sich im Formtief. Sein Trainer Hansi Flick will ihn dennoch nicht hängen lassen.

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Mit einem Verbleib von David Alaba rechnet beim FC Bayern niemand mehr.

Auch das Trainerteam um Cheftrainer Hansi Flick weiß, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit die letzten Monate der Zusammenarbeit mit dem 28 Jahre alten Eigengewächs sein werden.

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Alaba sagt Servus!

Alaba genießt bei Flick hohe Wertschätzung

Längst sind Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Chefscout Marco Neppe auf der Suche nach dem passenden Nachfolger.

Flick indes will Alaba auf dem Platz weiterhin nicht ersetzen, obwohl der Innenverteidiger derzeit nicht auf dem Level der Triple-Saison agiert und wie seine Nebenleute für die derzeit schwache Defensive verantwortlich ist.

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Laut dem Datendienstleister Deltatre gewinnt Alaba in dieser Spielzeit nur noch 51 Prozent seiner Zweikämpfe und gehört dadurch zu den zweikampfschwächsten Innenverteidigern der Liga. In der Vorsaison hatte er zumindest noch 60 Prozent seiner direkten Duelle für sich entschieden.

Damals kamen auch nur 8,6 Prozent seiner Zuspiele nicht zum Mitspieler. Jetzt sind es schon 12,1 Prozent.

Rufe nach Hernández werden laut

Rufe wurden zuletzt nach Lucas Hernández laut, der Alaba als Linksfuß in der Zentrale ersetzen könnte. Mit dem Franzosen auf dem Feld haben die Bayern noch nie ein Pflichtspiel verloren. Mit ihm gingen sie 37-mal als Sieger vom Feld, fünf Unentschieden komplettieren diese Statistik. Flick bietet Hernández aber eher als Linksverteidiger auf.

Nach SPORT1-Informationen wird Flick auch zukünftig an Alaba festhalten. Eine Denkpause ist nicht geplant. Alaba hat für das Trainerteam weiterhin einen hohen sportlichen Wert. Zudem will man ihm vor seinem möglichen Wechsel (Topfavorit ist Real Madrid) einen würdigen Abschied bereiten.

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Flick stellt sich vor Spieler

Dazu passt: Flick stellt sich weiterhin demonstrativ vor seine Spieler und unterstützt sie, solange jeder 100 Prozent gibt. Ein Umstand, der laut dem Triple-Trainers aktuell gegeben ist. Innerhalb der Mannschaft kommt diese Verteidigungs-Strategie gut an. Sie stärkt ihn.

Am Dienstag, einen Tag vor dem Pokalspiel bei Holstein Kiel (DFB-Pokal: Holstein Kiel - FC Bayern ab 20.45 Uhr im LIVETICKER), redete sich Flick auf der Pressekonferenz in Rage. Er werde "richtig sauer, wenn es unfair ist", sagte Flick, dem öffentliche Kritik an seinen Spielern gewaltig stinkt. Im Zentrum der Verteidigung: Der zuletzt schwache Douglas Costa und Tiago Dantas, für den Salihamidzic die 7,5-Millionen-Kaufoption nicht ziehen will (SPORT1 berichtete exklusiv).

Über Alaba sprach Flick vor dem schweren Auswärtsspiel in Kiel nicht explizit. Denn Alaba bleibt ohnehin gesetzt, bekommt allerhöchstens eine Erholungspause.