Chefscout Ben Manga mit Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic
Chefscout Ben Manga mit Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic © Imago
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Ben Manga hat sich als Eintracht-Chefscout einen guten Ruf erarbeitet. Ist er nun bereit für den nächsten Karriereschritt? Sein Name wird bereits auf Schalke gehandelt.

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Ben Manga ist das "Adlerauge" bei der Eintracht. Es ist kein Zufall, dass der Mann aus Äquatorialguinea bereits bei europäischen Spitzenklubs wie Sporting Lissabon und AS Rom für den Posten als Sportdirektor auf dem Zettel stand und nun auch in das Blickfeld in der Bundesliga rückt.

Ben... wer? Der Chefscout von Eintracht Frankfurt ist trotz seiner erfolgreichen Arbeit eher Branchenkennern und Insidern bekannt. Doch der nächste Karriereschritt ist für den Ex-Profi laut SPORT1-Informationen durchaus denkbar. Prominente Beispiele für den Sprung vom Scout zum Sportdirektor gab es in der Vergangenheit mit Jonas Boldt und Sven Mislintat bereits.

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Ben Manga gehört zu den Top-Scouts der Bundesliga

Manga hat das Scouting bei der Eintracht revolutioniert, Megatalente wie Luka Jovic, Evan N’Dicka oder Jesús Vallejo in den zweiten Ligen der Welt entdeckt, Ali Akman aus der Türkei wird wohl zeitnah folgen.

Er war von Beginn an die Vertrauensfigur von Sportvorstand Fredi Bobic, mit dem er beim VfB Stuttgart bereits vertrauensvoll zusammengearbeitet hat. Der Erfolg der Eintracht, die 2016 eine Renaissance erlebt hat, ist eng mit den Namen Bobic und Ben Manga verknüpft.

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Der Scout, der in der Bundesliga zur Top-Riege seines Fachs gehört und im Februar 47 wird, kann sich im Sommer daher nach fünf Jahren als Spielerbeobachter einen Rollentausch vorstellen. Erste Erfahrungen für diesen Job hat er in früheren Jahren unter Bundesliga-Fachmännern wie Jörg Schmadtke oder Ernst Tanner gesammelt, die Zusammenarbeit mit Bobic hat ihn ebenfalls auf ein höheres Niveau gebracht.

Für Schalke offenbar nicht umsetzbar

Es ist kein Zufall, dass Manga von Sky nun auch mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht wurde. Der kriselnde Traditionsklub plant, Jochen Schneider zu entlasten und dem Sportvorstand einen Sportdirektor zur Seite zu stellen. Dieser soll auch gleich das Profil haben, Schneider im Falles eines Zweitliga-Abstiegs beerben zu können.

Ben Manga und Schalke? Könnte passen. Schneider kennt Manga aus gemeinsamen Zeiten in Stuttgart, Jugendkoordinator Peter Knäbel wollte ihn 2016 zum Hamburger SV holen. Trotz sportlicher Talfahrt hat der Klub nichts an Strahlkraft verloren. Nach SPORT1-Informationen gab es vor einigen Wochen tatsächlich schon mal Kontakt, Schneider schätzt Manga sehr.

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Allerdings sind die Hürden beim finanziell angeschlagenen Traditionsklub groß: Manga ist noch bis 2023 an die Eintracht gebunden, die Frankfurter werden ihr "Adlerauge" nicht einfach so ziehen lassen. Zudem ist ein Komplettumbau im Team hinter dem Team schwer zu bewerkstelligen.

Ein sehr interessanter Mann für Schalke wäre Manga zweifelsohne. Ihn zeichnet ein gewaltiger Ehrgeiz aus, er will sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Als "Perlentaucher" hat der frühere Profi in Frankfurt inzwischen alles erreicht, seit fünf Jahren fischt er nun bereits sehr erfolgreich nach Neuzugängen. Er sehe mehr als andere, verriet der noch bis 2023 an Frankfurt gebundene Manga einmal bei der FAZ - und wies nach, dass er nicht übertrieben hat.

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Sportdirektor-Job bei der Eintracht?

Bei der Eintracht deutet vieles darauf hin, dass der Posten des Sportdirektors ab dem Sommer frei wird. Die Ära von Bruno Hübner (er soll anderweitig eingebunden werden) könnte nach zehn Jahre enden, Sebastian Zelichowski, der als rechte Hand von Bobic gilt, wird nach Medieninformationen als ernsthafter Kandidat auf die Nachfolge angesehen.

Warum aber nicht Manga? Obwohl der Posten von Hübner im Sommer frei wird, wurde der Chefscout nach SPORT1-Informationen bisher nicht von der Eintracht dahingehend kontaktiert.

Dabei bringt er das Netzwerk mit und ist inzwischen ein kaum mehr wegzudenkendes Gesicht der "neuen" Hessen. Manga kennt den Klub, ist bei Trainer Adi Hütter und im gesamten Umfeld hochanerkannt, das Scouting wurde von ihm mit Stützen wie Helena Costa, Ricardo Moar oder Rudi Gores auf gesunde Beine gestellt. In den letzten Jahren ist bei der Eintracht ein professionelles Gebilde mit ungefähr zehn bis 20 Spähern entstanden.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Bobic und Trainer Adi Hütter kennt Manga auch die wichtigsten Personen. Weshalb nicht zukünftig als Sportdirektor?

Andere Klubs jedenfalls werden das Treiben am Main gespannt beobachten.