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Stefan Effenberg hält Hansi Flick für den besten Kandidaten auf eine Nachfolge von Joachim Löw. Die Ernennung des Bayern-Coaches zum Bundestrainer wäre geradezu logisch.

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Stefan Effenberg sieht in Hansi Flick den logischen Nachfolge-Kandidaten für Bundestrainer Joachim Löw. 

Für den SPORT1-Experten ist der Trainer des FC Bayern der beste Anwärter auf den Posten des Bundestrainers, der zuletzt immer mehr in die Kritik geraten war. 

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"Ich würde mich fast festlegen, auch wenn das noch etwas hin ist, dass er bald der neue Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft werden wird", sagte Ex-Nationalspieler Effenberg am Rande des DFB-Pokalspiels zwischen Bayern und dem Fünftligisten 1. FC Düren (3:0)

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Flick als Löw-Nachfolger wäre "logisch. Er kennt das Umfeld, er hat als Trainer dort eine tolle Arbeit geleistet. Das kann ich mir vorstellen, dass das in Zukunft passieren wird."

Löw ist seit 2006 für das DFB-Team verantwortlich. Flick war zwischen 2006 und 2014 Co-Trainer des 60-Jährigen. Gemeinsam führten sie die deutsche Nationalmannschaft 2014 zum WM-Titel. Flick selbst stärkte dem aktuellen DFB-Coach nach dem Pokalsieg der Bayern bei SPORT1 den Rücken: "Er hat eine Philosophie - ich bin absolut überzeugt, im Sommer werden die Spieler diese umsetzen können."

Löw habe es verdient, dass "man an ihm weiter festhält und ihn unterstützt. Von uns bekommt er alle Unterstützung, weil es ein genialer Trainer ist, aber auch ein toller Mensch."  

Effenberg stellt Löw-Entscheidung in Frage

Zuletzt hatte sich bereits der ehemalige Nationalspieler Olaf Thon bei SPORT1 für einen Trainerwechsel bei der Nationalmannschaft nach der bevorstehenden EM im nächsten Jahr ausgesprochen: "Er hat große Verdienste, er ist Weltmeister-Trainer, ist 16 Jahre im Amt und hat Respekt und Anerkennung verdient, aber es geht seit 2016 immer in die falsche Richtung. Ich denke, dann (nach der EM, Anm. der Red.) ist die Zeit auch gekommen für einen jungen dynamischen Trainer, der Deutschland wieder nach oben bringt." 

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Sollte Löw nach dem Turnier 2021 tatsächlich seinen Hut nehmen, stünde Flick mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zur Verfügung. Der Triple-Trainer der Münchner ist vertraglich noch bis 2023 an den FCB gebunden, wie er auch selbst betonte: "Ich lebe im Hier und Jetzt. Ich habe hier Vertrag bei Bayern München." 

Effenberg sprach sich nicht nur für Flicks Rückkehr zum DFB-Team aus. Er wünscht sich auch ein Comeback der ausgebooteten Ex-Weltmeister Thomas Müller und Jerome Boateng vom FC Bayern. Dass beide nicht mehr im Trikot der Nationalmannschaft auflaufen, macht für ihn "sportlich null Sinn. Es soll eine leistungsgerechte Beurteilung geben und da müssten Boateng und Müller in der Nationalmannschaft spielen." Er könne Löws Verzicht auf das erfahrene Duo "nicht nachvollziehen."

Sowohl Müller als auch Boateng hatten entscheidenden Anteil am Triple der Bayern - was wiederum ein Verdienst von Trainer Flick gewesen sei, sagt Effenberg: "Er (Müller, Anm. d. Red.) hat hier von Anfang an von Hansi Flick das Vertrauen bekommen. Das ist etwas, was solche Spieler auch brauchen, auch wenn man mal vielleicht ein schlechteres Spiel macht. Dasselbe bei Boateng, der vielleicht mental ein bisschen down war. Auch hier hat es Hansi Flick geschafft."