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München - Leon Goretzka kann sich den Ausraster von Toni Leistner nicht erklären und hätte eine andere Reaktion erwartet. Der Bayern-Star ruft zu Zivilcourage auf.

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Triple-Gewinner Leon Goretzka (25) hat kein Verständnis für den Ausraster von Toni Leistner vom Hamburger SV im Anschluss an das Aus im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden.

"Wir sind in so einem emotionalen Kochtopf, wie es Fußballstadien sind, von klein auf solchen Beleidigungen und Schmähungen ausgesetzt. Da muss man schon von einem Spieler erwarten können, dass er die Ruhe bewahrt, da muss man drüber stehen", sagte der Nationalspieler von Bayern München am Dienstag.

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Leistner war nach dem 1:4 in Dresden auf die Tribüne geklettert, hatte einen Dynamo-Fan gepackt und ihn zu Boden gestoßen. Der Zuschauer soll ihn zuvor massiv beleidigt haben, Leistner bat hinterher um Entschuldigung.

Goretzka ruft zu Zivilcourage auf

Goretzka appellierte zudem an die Fans und rief zu Zivilcourage auf. "Das ist im Endeffekt auch eine gesellschaftliche Frage. Ich würde mir erhoffen, dass die Zuschauer, die um diese Person herum sind, da eingreifen und denjenigen darauf hinweisen, dass das völlig falsch ist", sagte der Mittelfeldstar. Dennoch sei es als Spieler "dann doch zu viel des Guten", in solchen Fällen "über die Bande zu klettern". 

Josefin Leistner sprang ihrem Mann verbal zur Seite. "Was viele leider immer wieder vergessen: Auch hinter dem Profifußballer Toni Leistner steckt ein Mensch wie du und ich. Ein Papa und Ehemann", schrieb sie bei Instagram.

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In Dresden sei ein "massives Problem der heutigen Gesellschaft" deutlich geworden. Die "vermeintliche Anonymität im Netz, oder im Falle von gestern hinter hohen Fußballmauern" sei ausgenutzt worden, "um grundlos (!) fremde Menschen zu beleidigen und zu beschimpfen".