Bayer Leverkusen siegt ohne Probleme gegen Regionalligisten Eintracht Norderstedt
Bayer Leverkusen siegt ohne Probleme gegen Regionalligist Eintracht Norderstedt © Imago
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Leverkusen zieht souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. St. Pauli blamiert sich gegen Regionalligist SV Elversberg. Lautern nach Elfer-Krimi raus.

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Bayer 04 Leverkusen kann das Spiel gegen den Drittligisten FC Eintracht Norderstedt in der ersten Runde des DFB-Pokals mühelos für sich entscheiden. 

Die Elf von Peter Bosz schoss sich beim 7:0-Sieg vor heimischer Kulisse förmlich in Rage. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

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Für die Rheinländer trafen dabei Lars Bender (4.), Nadiem Amiri (10.,31.), Lucas Alaria (12.), Florian Wirtz (21.), Charles Aranguiz (30.) und Patrik Schick (77.)

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Es fiel überhaupt nicht auf, dass Kai Havertz die Leverkusener in Richtung FC Chelsea verlassen hatte. 

Der 17 Jahre alte Florian Wirtz, der als Havertz-Nachfolger gehandelt wird, machte seine Sache mehr als gut und konnte sich direkt mit einem Tor belohnen. Auch Neuzugang Patrik Schick, der in der vergangenen Woche von der AS Rom an den Rhein wechselte, traf gleich in seinem ersten Pflichtspiel für die Werkself. 

Bosz blieb seiner 4-3-3-Formation aus der Anderlecht-Partie treu und tauschte auf zwei Positionen: Stammtorhüter Lukas Hradecky spielte erwartungsgemäß für Niklas Lomb, außerdem ersetzte Youngster Florian Wirtz den Argentinier Exequiel Palacios im halbrechten Mittelfeld.

Norderstedt kam in der ersten Hälfte nicht mal in die Nähe des gegnerischen Tores. Obwohl die Werkself in der zweiten Hälfte deutlich das Tempo raus nahm, war der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr.

"Ich bin mit den ersten 45 Minuten und den letzten 15 Minuten zufrieden. Dazwischen nicht. Wenn du 6:0 nach 30 Minuten führst, musst du höher gewinnen. Aber insgesamt war es für uns ein guter Tag", sagte Bosz.

Die Werkself begeisterte ihre 300 zugelassenen Bayer-Fans im ersten Durchgang mit konsequentem Offensivpressing und herrlichem Kombinationsspiel. 

St. Pauli blamiert sich bei Regionalligist Elversberg

FC St. Pauli hat sich im DFB-Pokal zum Pflichtspiel-Einstand seines neuen Trainers Timo Schultz blamiert.

Im Erstrunden-Spiel beim ambitionierten Regionalligisten SV Elversberg mussten sich die Hamburger unerwartet mit 2:4 (1:2) geschlagen geben und verpassten damit schon zum dritten Mal bei den vergangenen vier Versuchen die zweite Runde. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Begegnung nahm zunächst scheinbar den zu erwartenden Verlauf. Marvin Knoll (7.) sorgte für die nur vermeintlich beruhigende Führung, doch danach ließ sich der Pokal-Halbfinalist von 2006 das Heft zunehmend aus der Hand nehmen.

Lucas Schnellbacher (16.) und Patryk Dragon (26.) drehten das Spiel schon bis zur Mitte des ersten Spielabschnitts zugunsten der Saarländer.

Nach der Pause zogen die Platzherren, die bei ihren vorherigen sechs Erstrunden-Teilnahmen immerhin schon dreimal den Sprung in die zweite Runde geschafft hatten, durch Robin Fellhauer (48.) und erneut Schnellbacher (67.) entscheidend davon.

Die Aufholjagd der Gäste, denen durch einen verschossenen Foulelfmeter von Isra Suero (73.) eine noch höhere Pleite erspart blieb, kam trotz eines Treffers von Rico Benatelli (78.) zu spät.

Kaiserslautern verpasst Pokal-Überraschung im Elfmeterschießen

Die Hoffnungen des insolventen Ex-Cupgewinners 1. FC Kaiserslautern auf einen zusätzlichen Zahltag im DFB-Pokal durch eine Erstrunden-Überraschung sind unerfüllt geblieben.

Die drittklassigen Pfälzer mussten sich gegen Zweitligist Jahn Regensburg nach ihrer Achtelfinalteilnahme in der vergangenen Saison mit 3:4 im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung stand es 1:1 (0:1). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Für die Gäste bedeutete der glückliche Erfolg nach zuletzt zwei Erstrunde-Pleiten eine gelungene Generalprobe für den Zweitliga-Auftakt am Freitag gegen den 1. FC Nürnberg. Dabei agierten sie in der Verlängerung nach Gelb-Rot gegen Nicolas Wähling (92., wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl. Gäste-Torhüter Alexander Meyer wurde mit zwei gehaltenen Elfmetern dann zum Matchwinner.

Regensburg zog den Gastgebern vor der Geisterkulisse am einst gefürchteten Betzenberg zunächst den Zahn. Bereits nach vier Minuten brachte Albion Vrenezi den Jahn in Führung und sorgte damit für zusätzliche Ruhe im Spiel der Oberpfälzer.

In der Folge bemühte sich der FCK, der sich 1990 und 1996 in die Pokalsieger-Liste eingetragen hatte, intensiv um den Ausgleich und erzwang durch Kevin Kraus (64.) auch die Verlängerung. Doch die Bayern, die zuletzt vor 17 Jahren das Pokal-Achtelfinale erreicht hatten, hatten das bessere Ende für sich.

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Paderborn ohne Mühe weiter

Der SC Paderborn ist zum vierten Mal in Folge in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesligaabsteiger setzte sich ohne große Mühe mit 5:0 (3:0) beim Regionalligisten SC Wiedenbrück durch. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Vor 120 Zuschauern in Gütersloh erzielten Sven Michel (24.), Dennis Srbeny (32., 45.+2, 58.) und Chris Führich (83.) die Treffer der Gäste.

Der Favorit tat sich nur in der Anfangsphase schwer. Ab der 20. Minute bekam Paderborn das Spiel immer besser in den Griff. Der Führungstreffer durch Michel gab zusätzliche Sicherheit. Srbeny sorgte mit seinen beiden Toren noch vor der Pause für die Entscheidung.

Nach dem Wechsel wurde der Außenseiter zwar etwas mutiger, dann erzielte Srbeny aber seinen dritten Treffer.

Stuttgart meistert Pokal-Auftakthürde in Rostock

Der VfB Stuttgart hat im Pokal-"Evergreen" bei Hansa Rostock die Nerven bewahrt und die zweite Runde erreicht.

Der Bundesliga-Aufsteiger setzte sich im ausverkauften und stimmungsvollen Ostseestadion dank des Treffers von Silas Wamangituka (41.) mit 1:0 (1:0) durch. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Sechs Tage vor dem Bundesliga-Start gegen den SC Freiburg zeigte Stuttgart noch einige Abstimmungsprobleme, das Weiterkommen geriet in der schwachen zweiten Halbzeit sogar noch in Gefahr.  

"Wenn man den Sack nicht zumacht, wird es am Ende noch einmal eng. Rostock hat es gut gemacht. Ich bin aber froh, dass wir so in die Saison gestartet sind", sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.  

Die Stuttgarter mussten auf ihren Topstürmer Nicolas Gonzales verzichten, der wegen eines Bündelrisses in der Hüftmuskulatur auch die ersten Ligaspiele verpassen wird. Für den Argentinier lief der Österreicher Sasa Kalajdzic von Beginn an auf. 

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Kiel in zweiter Pokalrunde

Holstein Kiel ist nach anfänglichen Startschwierigkeiten souverän in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Nach einem frühen Rückstand gegen den Oberligisten FC Rielasingen-Arlen gewannen die Kieler vor 500 Zuschauern 7:1 (5:1). Für die Norddeutschen war es der höchste Sieg ihrer Pokal-Historie. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Gäste aus Baden-Württemberg überrumpelten die Kieler zunächst und gingen bereits in der dritten Minute nach einem Eckball durch Kapitän Daniel Niedermann in Führung.

Offenbar ein Weckruf für den Zweitligisten, denn innerhalb von nur 15 Minuten drehten Kapitän Hauke Wahl (15.), Janni-Luca Serra (19.), Jae-Sung Lee (22., 24.) und der ehemalige Bremer Fin Bartels (29.) das Spiel und sorgten schon vor der Pause für die Entscheidung.

Finn Porath traf nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung (63.), Fabian Reese sorgte für den Endstand (86.).

Sandhausen nimmt erste Hürde mit Mühe

Der SV Sandhausen hat die erste Hürde im DFB-Pokal mit Mühe genommen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat setzte sich beim Regionalligisten TSV Steinbach Haiger mit 2:1 (2:1) durch und zog zum vierten Mal in sechs Jahren in die zweite Runde ein. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Julius Biada (24.) brachte den Favoriten in Führung. Der hessische Landespokalsieger Haiger, der bei seinem ersten Abenteuer im "großen" Pokal vor zwei Jahren gegen den FC Augsburg (1:2) in der ersten Runde ausgeschieden war, glich durch Sascha Marquet (40.) aus. Sandhausens Torhüter Martin Fraisl hatte bei einer Ecke gepatzt. Mit seinem zweiten Treffer sorgte Baida (45.+1) für die Entscheidung.

670 Zuschauer in Haiger sahen einen engagierten Start des Zweitligisten, der mit einem Kopfball von Aziz Bouhaddouz an die Latte Pech hatte (10.). Die Führung war hochverdient. Der überraschende Ausgleich brachte die Gäste nur kurz aus dem Konzept.

Mit Material vom Sport-Informations-Dienst (SID)