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München - Die Zukunft von Ivan Perisic ist weiter offen. Er will beim FC Bayern bleiben. Werbung in eigener Sache hat der Kroate gegen Eintracht Frankfurt betrieben.

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Hat sich Ivan Perisic am Mittwochabend endgültig seine Festanstellung beim FC Bayern erköpft?

Bekanntermaßen ist die Zukunft des 31-jährigen Kroaten noch immer ungeklärt. Eine mit Inter Mailand zum 15. Mai fixierte Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro ließen die Bayern verstreichen.

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Aber nicht, weil sie den Offensiv-Allrounder bereits abgeschrieben haben. Die Bayern-Verantwortlichen haben sich - auch dank Inters Zustimmung - schlichtweg Zeit verschafft, um über einen Kauf der Leihgabe zu entscheiden.

Perisic nutzt die Chance gegen Frankfurt

Dass es sich durchaus lohnen könnte, Perisic zu verpflichten, bewies der Routinier einmal mehr im Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt (2:1).

Da sich Serge Gnabry im Abschlusstraining eine Rückenprellung zugezogen hatte, rutschte der Ex-Wolfsburger kurzfristig in die Startelf. Von Beginn an war Perisic gut im Spiel, machte etwaige Tempodefizite durch gutes Laufspiel wett, kurbelte immer wieder das Offensivspiel der Münchner über die linke Seite an, und harmonierte gut mit Linksverteidiger Alphonso Davies.

Der Lohn: In der 14. Spielminute köpfte die Nummer 14 des FC Bayern nach einer maßgenauen Flanke von Thomas Müller sehenswert zum 1:0 ein - für Perisic der erste Treffer im DFB-Pokal nach 1869 Tagen.

"Wir wissen im Verein alle um die Qualitäten von Ivan", lobte ihn Cheftrainer Hansi Flick anschließend auf SPORT1-Nachfrage und fügte hinzu, dass er diese im Pokal-Fight gegen Frankfurt, "das eine oder andere Mal" gezeigt habe.

Nach 61 Spielminuten nahm ihn Flick jedoch vom Platz, denn er habe bei Perisic "in Hälfte zwei noch ein bisschen Defizite in der Fitness gespürt", nachdem dieser sich Anfang Februar den rechten Knöchel gebrochen hatte.

Flick wünscht sich Verstärkung auf dem Flügel

Flick wird es auch sein, der ein entscheidendes Wort bei der möglichen Verpflichtung Perisics mitreden wird.

Neben dem früheren Dortmunder stehen dem FC Bayern auf den offensiven Außenbahnen nur Kingsley Coman und Serge Gnabry zur Verfügung, denn Alphonso Davies hat sich als Linksverteidiger etabliert. "Wenn man ganz große Ziele hat, ist das vielleicht ein bisschen zu wenig", erklärte Flick unlängst. Übersetzt heißt die Botschaft: "Wir brauchen Flügel-Neuzugänge!"

Nicht umsonst ist der temporeiche Leroy Sané von Manchester City Wunschkandidat Nummer eins.

Perisic könnte das Flügel-Quartett komplettieren, dürfte allerdings nur infrage kommen, sofern Inter Mailand den Kaufpreis um fünf bis zehn Millionen Euro senkt und Perisic möglicherweise Gehaltseinbußen hinnimmt. Bislang teilen sich beide Vereine sein Jahresgehalt, das schätzungsweise um die zehn Millionen Euro brutto beträgt.

Perisic darf auf Bayern-Vertrag hoffen

Dass Perisic den Bayern gut zu Gesicht steht, bewies er in dieser Saison mehrfach. Und dabei wird ihm sogar nachgesagt, dass seine Leistungen im Training noch besser seien als in den Spielen. Sechs Treffer und acht Assists in rund 1400 Pflichtspiel-Minuten sind dennoch eine mehr als ordentliche Quote. 

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Perisic jedenfalls tut alles für seinen Verbleib in München, nach SPORT1-Informationen will er unbedingt beim FC Bayern bleiben. Ohnehin ist der Vize-Weltmeister von 2018 neben Benjamin Pavard einer der wenigen Sommer-Neuzugänge, die bislang überzeugen konnten.

Bei einem für die Bayern passenden Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte einem fixen Transfer des Musterprofis nichts mehr im Wege stehen.