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Frankfurt am Main - Der Videobeweis ist beim Pokalspiel zwischen Frankfurt und Bremen wieder das große Thema. Ein umstrittener Elfmeter bringt Werder auf die Palme.

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Wieder Ärger um den Videobeweis!

Eine Entscheidung des Schiedsrichtergespanns um Felix Zwayer beim Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER) kurz vor Ende der ersten Halbzeit hat die Gäste auf die Palme gebracht.

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Nach einem Handspiel von Ludwig Augustinsson im Frankfurter Strafraum wurde von Zwayer zunächst nicht geahndet. Der Werderaner war im Kopfballduell mit Timothy Chandler nach oben gesprungen und hatte den Ball mit seiner Faust berührt.

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Dabei hatte es jedoch den Eindruck, als wolle er seinen Gegenspieler im Zweikampf ein wenig zur Seite schieben und nicht bewusst mit der Hand zum Ball gehen.

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"Ich gehe in ein Kopfballduell, er (Chandler, Anm. d. Red.) leitet den Ball mit dem Rücken an meine Hand weiter. Natürlich ist es nicht optimal, dass mein Arm so hoch ist. Sie haben mir dann gesagt, dass das die Regel ist, wenn der Arm so hoch ist. Ich bin sehr enttäuscht", erklärte Augustinsson die Szene nach der Partie bei Sky und ergänzte: "Ich bin kein Fan des Videobeweises. Das ist ärgerlich, dass wir dann mit 0:1 in die Pause gegangen sind."

Bittencourt und Kohfeldt sehen Gelb

Der Videoschiedsrichter unterbrach die Partie und bat Zwayer, sich die Szene anzuschauen. Dieser brauchte mehrere Minuten, um ein finales Urteil zu fällen: und das lautete Elfmeter.

Mehrere Bremer Spieler versuchten den Unparteiischen umzustimmen - jedoch ohne Erfolg. Weil Leonardo Bittencourt auch nach der erfolgreichen Ausführung des Strafstoßes durch André Silva nicht aufhören wollte zu protestieren, sah er die Gelbe Karte.

Werder-Coach Florian Kohfeldt reagierte ähnlich erbost, langte sich an den Kopf und schmetterte eine Trinkflasche zu Boden, nachdem die Entscheidung pro Elfmeter gefallen war. "Ich will dazu nichts sagen, sonst stehe ich wieder als Nörgler da. Jeder hat gesehen, wie ich darauf reagiert habe", sagte Kohfeldt bei Sky.

Nach dem Halbzeitpfiff redete Kohfeldt auf Zwayer vehement ein und wurde ebenfalls verwarnt. "Ich wollte Dialog, er wollte keinen", kommentierte Kohfeldt die Szene anschließend.

Frankfurt ging mit einem 1:0 in die Pause, gewann die Partie mit 2:0 und steht damit im Halbfinale.