Mediendirektor Thomas Spiegel stellt die Schalker Strategie zum Thema Ultras-Störungen klar
Mediendirektor Thomas Spiegel stellt die Schalker Strategie zum Thema Ultras-Störungen klar © Schalke 04/YouTube
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München - Um das brisante Thema der Ultra-Proteste zu besprechen, treffen sich Schalke und Bayern vor dem DFB-Pokal-Kracher mit Schiedsrichtern, Polizei und DFB.

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Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale FC Schalke 04 gegen FC Bayern am Dienstag (DFB-Pokal: Schalke 04 - FC Bayern, Di. ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) werden sich beide Vereine mit Vertretern der Polizei, der Schiedsrichter und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an einen Tisch setzen.

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Anlass sind die Vorkommnisse am zurückliegenden Bundesliga-, Zweitliga- und Drittliga-Spieltag, wobei Ultra-Gruppierungen verschiedener Vereine in mehreren Stadien durch Protestbanner mit Schmähungen gegen TSG-Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp teils Spielunterbrechungen provoziert hatten.

"Es wird möglichst heute und zeitnah ein Treffen geben mit DFB, Bayern München, Schiedsrichter und Polizei, um alles genau einzuordnen", sagte Schalkes Mediendirektor Thomas Spiegel auf der Pressekonferenz am Montag. Demnach werde das Treffen am Montagabend stattfinden.

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"Wir wollen Freiraum für Meinungsäußerung lassen und ein DFB-Pokalspiel austragen. Aber wir wollen keine persönlichen Beleidigungen", ergänzte Spiegel.

Bei dem Treffen, an dem Schalkes Finanzvorstand Peter Peters sowie von Bayern Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen und Leiter Fanbetreuung Raimond Aumann teilnehmen werde, soll sich "ein gemeinsames Verständnis entwickeln, wie in welcher Situation gehandelt wird".

Austausch zum Umgang mit Protesten

FCB-Trainer Hansi Flick deutete in der Münchner Pressekonferenz zum Pokal-Kracher ebenfalls einen Austausch an.

Flick glaubt nicht, dass die Proteste in den Fankurven aufhören. Deshalb sei es wichtig, "dass wir noch mal sprechen, wie wir reagieren, wenn was passiert und dass wir eine Sprache sprechen".

Bereits am Sonntag hatte Schalke 04 eine mögliche Richtung vorgegeben. "Sollten am kommenden Dienstag oder auch bei zukünftigen Spielen derartige Vorkommnisse in der Veltins-Arena sichtbar werden, wird unsere Mannschaft den Platz verlassen - ungeachtet der Spieldauer, des Resultats oder etwaiger Konsequenzen", teilte der Klub mit.

Heißt: Selbst wenn die Königsblauen im Pokalspiel gegen den FC Bayern in Führung liegen sollten, wird ein Spielabbruch in Kauf genommen.

"Unser Wunsch ist, dass der Fußball im Mittelpunkt steht"

"Uns ist bewusst, dass sich unsere Fans in der Causa Hopp eigentlich nie geäußert haben", beschrieb Spiegel seine Sicht der eigenen Fanszene.

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Ob es dennoch zu verstärkten Kontrollen von Bannern und Plakaten kommen werde? "Das möchte ich hier nicht genauer kommunizieren. Aber es gibt einen guten Austausch mit den Fanbeauftragten."

Zentraler Aspekt sei es, so Spiegel, dass die Stadionordnung eingehalten werde: "Unser Wunsch ist, dass der Fußball im Mittelpunkt steht."