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Gelsenkirchen und München - Das Pokalduell mit Hertha BSC ist für Schalke-Torhüter Alexander Nübel das erste Heimspiel seit seiner Wechsel-Ankündigung. Werden die Fans protestieren?

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Pfiffe, Protestplakate oder Beschimpfungen – was erwartet Alexander Nübel in seinem ersten Heimspiel seit Bekanntgabe seines Schalke-Abschieds?

Wenn es nach Jochen Schneider geht, nichts dergleichen.

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"Er ist unser Spieler und Teil der Schalker Familie. Ich wünsche mir einen fairen Umgang", appelliert der Sport-Vorstand vor dem Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC (DFB-Pokal: FC Schalke 04 - Hertha BSC, ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) an die Schalker Fans.

Schalke erwartet keine gezielte Aktion gegen Nübel

Der Klub hat sich in Fan-Kreisen umgehört und rechnet nicht mit Protesten der Ultras.

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Es sei nicht auszuschließen, dass es vereinzelt Pfiffe gibt, aber eine gezielte Aktion gegen Nübel sei - zumindest nach Wissen des Vereins - nicht geplant.

In der jüngeren Vergangenheit sorgten Wechsel von Schalke zu Bayern immer wieder für Wirbel.

Plakate gegen Goretzka, Pfiffe gegen Neuer

Nachdem Leon Goretzka Anfang 2018 seinen ablösefreien Sommertransfer von Königsblau zum Rekordmeister bekannt gab, äußerten einige Fans beim ersten Rückrunden-Heimspiel ihre Meinung in Form von Plakaten. "Weder Kohle, noch Titel sind mehr wert als unser Verein. Wer das nicht schätzt, kann sich sofort verpissen", lautete eines davon.

Dem gebürtigen Gelsenkirchener Manuel Neuer nehmen viele Fans noch heute den Wechsel im Sommer 2011 übel. Bei den Bayern-Gastspielen auf Schalke sind noch immer Pfiffe gegen den Nationaltorhüter zu hören.

Während Neuers Wechsel vor dem Hintergrund seiner Verwurzelung bei S04, den er schon als kleiner Junge in der Kurve anfeuerte, vom Schalker Anhang kritisch gesehen wurde, ist der Fall Nübel etwas anders gelagert.

Schalke von Nübel-Wechsel enttäuscht

Dass der 2015 vom SC Paderborn geholte Torhüter seinen Vertrag nicht verlängerte, sorgte bei den Schalker Verantwortlichen dennoch für Unmut.

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"Nach allen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Alexander Nübel und seinem Berater geführt haben, sind wir über seinen Entschluss nicht sehr überrascht und respektieren diesen selbstverständlich. Verstehen müssen wir seine Entscheidung indes nicht", ließ sich Schneider in der Pressemitteilung zitieren.

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Wagner entzieht Nübel Kapitänsamt

Trainer David Wagner entzog Nübel die Kapitänsbinde. Nach abgelaufener Rotsperre kehrte der 23 Jahre alte Keeper erst am vergangenen Freitag zwischen die Pfosten zurück - auch weil sich sein Vertreter Markus Schubert im Training verletzte und Wagner damit eine knifflige Personalentscheidung abnahm.

Bei Nübels Comeback in Berlin blieben Unmutsbekundungen des Schalker Anhangs übrigens aus. "Das sollten wir auch beibehalten, wenn wir aus der bisher guten Saison am Ende etwas Zählbares rausholen wollen", forderte Wagner.

Wenn Nübel wie beim 0:0 gegen die Hertha am Freitag seinen Kasten sauber hält, wäre das schon mal eine gute Grundlage – auch, um die Fans milde zu stimmen.