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Union Berlin tut sich im Achtelfinale des DFB-Pokals beim SC Verl lange schwer. Am Ende setzt sich doch der Bundesligist dank eines sehenswerten Tores durch.

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Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin hat mit viel Mühe eine Blamage beim Favoritenschreck SC Verl verhindert und erstmals seit 19 Jahren das Viertelfinale des DFB-Pokals erreicht. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Die Köpenicker setzten sich am Mittwoch beim tapferen Regionalligisten nur dank eines späten Tores von Robert Andrich (85.) mit 1:0 (0:0) durch.

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"In die Verlängerung wollte ich nicht unbedingt. Deswegen habe ich gesagt: komm, mach' ihn rein", sagte Andrich. Fünf Minuten vor Schluss zog der 25-Jährige aus 20 Metern ab und traf genau in den Winkel. Andrich hatte schon in den ersten beiden Runden für die Mannschaft von Trainer Fischer getroffen. "Ich habe den Ball super getroffen. Vielleicht ist er ein bisschen abgerutscht - aber vielleicht war das auch besser so", sagte er.

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Siegeszug von Verl gestoppt

Damit sammelten die Berliner, die für den Sieg 1,4 Millionen Euro kassierten, nach der 0:5-Pleite bei Borussia Dortmund in der Bundesliga zumindest ein wenig Selbstvertrauen für das Duell am Samstag bei Werder Bremen (15.30 Uhr im LIVETICKER).

Für den Viertligisten aus Verl endete indes das Pokalmärchen, die Amateure aus Ostwestfalen hatten zuvor den Bundesligisten FC Augsburg (2:1) sowie den Zweitligisten Holstein Kiel (8:7 nach Elfmeterschießen) ausgeschaltet. (SERVICE: Alle Pokal-Statistiken)

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Union-Coach Fischer hatte den Regionalligisten zuletzt persönlich beobachtet und wusste ganz genau, was auf sein Team zukam: "Es wird eine ganz schwierige Aufgabe. Verl hat sehr schnelle Leute auf der Seite", sagte der Schweizer vor dem Achtelfinalduell.

Andersson vergibt Großchance

Genau das bekamen die 5135 Zuschauer in der ausverkauften Sportclub Arena an der Poststraße auch zu sehen. Es entwickelte sich ein stimmungsvoller - und ausgeglichener Pokalfight. Verl präsentierte sich mutig, suchte spielerische Lösungen und ließ defensiv kaum etwas anbrennen.

Vor allem die Flügelspieler Nico Hecker und Aygün Yildirim stellten die Berliner immer wieder vor Probleme. Der Bundesligist tat sich auf dem holprigen Untergrund und gegen das mutige 4-3-3 des Gastgebers schwer, hatten aber dennoch die Führung auf dem Fuß: Sebastian Andersson tauchte allein vor Verl-Torhüter Robin Brüseke auf, verzog aber deutlich (25.). 

Für Verl kam Stürmer Zlatko Janjic (15., 45.) zweimal gefährlich vor das Tor, er konnte seinen Trainer Guerino Capretti zu dessen 38. Geburtstag aber nicht beschenken. (TICKER zum Nachlesen)

Andrich entscheidet das Spiel

Im zweiten Durchgang fand der Favorit aus der Hauptstadt etwas besser ins Spiel. Doch Christian Gentner, der gefährlichste Akteur bei den Berlinern, verfehlte das Ziel ebenfalls knapp (47., 59.).

Berlin war nun zwar klar überlegen, erspielte sich aber kaum Großchancen. Kurz vor Schluss fackelte Andrich jedoch aus 20 Metern nicht lange und traf unter die Latte.