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Bremen - Werder Bremen steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Mannschaft von Florian Kohfeldt bezwingt den BVB in einem packenden Match. Haaland vergibt spät den Ausgleich.

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In der Liga die Mannschaft der Stunde, im Pokal aus allen Träumen gerissen: Borussia Dortmund ist nach einem Ausrutscher gegen Abstiegskandidat Werder Bremen auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt und im Achtelfinale des DFB-Pokals gescheitert. (Das Spiel im Nachlesen zum Ticker)

Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre verlor nach einer zu lange uninspirierten Leistung mit 2:3 (0:2), die Hanseaten hingegen zeigten ihren mit Abstand besten Saisonauftritt.

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"Wir haben uns das selbst zuzuschreiben", sagte BVB-Verteidiger Mats Hummels bei Sky: "Wir haben eine Mannschaft, die nicht vor Selbstvertrauen strotzt, nicht vor genügend Probleme gestellt und sie damit ins Spiel geholt. Wir haben es ihnen leicht gemacht, aggressiv zu verteidigen und das Publikum mitzunehmen."

Selke trifft zur Werder-Führung

Ausgerechnet Last-Minute-Transfer Davie Selke brachte die Platzherren in der 16. Minute mit einem Abstaubertor in Führung, Marvin Hitz im Tor der Dortmunder wehrte einen Schuss von Milot Rashica zuvor nach vorne ab. Für das 2:0 zeichnete Leonardo Bittencourt (30.) mit einem unhaltbaren Distanzschuss in den Winkel verantwortlich.

Der eingewechselten norwegischen "Tormaschine" Erling Haaland gelang in der 67. Minute der Anschlusstreffer, doch nur 180 Sekunden später stellte Rashica per Flachschuss den alten Abstand wieder her. Giovanni Reyna traf in der 78. Minute sehenswert erneut für Dortmund. 

In der Schlussphase kochten die Emotionen noch einmal hoch, als Reyna im Strafraum erst im Zweikampf und dann nach einem Tête-à-Tête mit Niklas Moisander zu Fall fing. Ein Elfmeterpfiff blieb zurecht aus, Moisander kam um eine Rote Karte wegen Tätlichkeit herum.

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Favre hatte seinen Wunderstürmer Haaland trotz sieben Toren in den vergangenen drei Spielen zunächst auf der Bank gelassen, auch Blitztransfer Emre Can stand nicht in der Startformation der Gäste, er wurde in der Schlussphase eingewechselt. Und Haaland fehlte der BVB-Offensive: Bis zum Bremer Strafraum kombinierte der Liga-Dritte durchaus ordentlich, aber weiter kamen die Dortmunder nicht. Zu gut waren die Norddeutschen gestaffelt, besonders in der ersten Halbzeit.

Haaland mit dem Anschluss - BVB lässt Chancen liegen 

Kein Zufall, dass Werder-Torhüter Jiri Pavlenka in den ersten 45 Minuten nur bei einem Fallrückzieher von Mats Hummels (24.) ernsthaft geprüft wurde. In der 44. Minute verpasste Selke die Vorentscheidung, als er im direkten Duell aus kurzer Distanz an Hitz scheiterte.

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Der Dortmunder Trainer, der den ersten Durchgang weit unruhiger als üblich verfolgt hatte, reagierte in der Pause und ersetzte den glücklosen Thorgan Hazard durch Haaland. Auch Favres Bremer Kollege Florian Kohfeldt musste wechseln: Selke, leicht angeschlagen, verließ für Josh Sargent das Spielfeld (50.).

Erwartungsgemäß nahm der BVB-Druck zu Beginn der zweiten Halbzeit zu. Die Norddeutschen standen nun immer tiefer und wussten sich zunehmend nur noch mit Befreiungsschlägen zu helfen. Die 41.616 Zuschauer im fast ausverkauften Weserstadion spürten die Nöte ihres Teams und bejubelten jeden gewonnenen Zweikampf und jeden gelungenen Pass.

Moisander rangelt Reyna nieder

Dennoch war die Dominanz des Vize-Meisters nie völlig erdrückend. "Wir müssen mutig spielen", hatte Kohfeldt vor der Partie von seinen Schützlingen gefordert. Was sie weit öfter umsetzten als von einem Liga-16. erwartet. Auch die Zweikampfführung war dominanter als die der Dortmunder.

In der einen oder anderen Szene konnten die Hanseaten sogar spielerisch mithalten. Besonders Bittencourt und Rashica sorgten immer wieder für Entlastung. BVB-Kapitän Marco Reus war alles andere als begeistert vom Auftritt seiner Mitspieler, der frustrierte Nationalspieler holte sich bei Schiedsrichter Guido Winkmann Mecker-Gelb ab. Bremens Moisander sah für seine grenzwertige Rangelei mit Reyna indes ebenfalls nur Gelb.

Den Bremer Kontern allerdings fehlte im letzten Drittel der Begegnung die Genauigkeit. Nach dem Anschlusstreffer gingen die Dortmunder komplett ins Risiko, nun bekam Pavlenka deutlich mehr zu tun - und entschärfte in der Nachspielzeit einen letzten gefährlichen Kopfball von Haaland.